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Christians Blog

Montag, 18.11.2019

Liebe Leserinnen und Leser!

Chrsitian Trebing

Das Thema Klimawandel ist in aller Munde. Es gibt auch eine parteiübergreifende Einigkeit (außer AfD), dass nun wirklich Entscheidendes passieren muss, dass die Zukunft unserer Erde durch geeignete Maßnahmen geschützt werden muss. Dazu haben neben den Medien besonders auch die Kinder und Jugendlichen beigetragen, denn um ihre Zukunft geht es dabei hauptsächlich. Schwieriger wird es, wenn es ums Detail geht. Was sind die Maßnahmen, die wirklich helfen, dass sich die Temperatur der Erde nicht weiter erhöht.

Hauptverursacher CO2
Außer Frage steht auch, dass die Vermeidungung von CO2 durch fossile Brennstoffe ganz oben auf der Agenda steht. Die Bundesregierung hat nun einen CO2-Preis festgelegt, der Produkte aus diesem Segment durch Preiserhöhung bestraft, um eine Lenkungswirkung zu erreichen. Mit 10 € pro Tonne ab 2020 ist dieser Preis nach Meinung der Fachleute und vieler Aktivisten aber einfach zu niedrig, um Wirkung zu erzielen. Anzustreben ist ein Start mit mindestens 50 €.
Damit wird Treibstoff etwa um 5 Cent teurer. Bei täglichen Preisschwankungen am Markt von 10 Cent, dürfte das eigentlich kein Problem sein, wenn auch noch eine Erstattung an die Verbraucher eingeplant wird, um diesen Schritt sozialverträglich abzufedern. Hier wünsche ich mir mehr Mut bei den Verantwortlichen.

Verkaufsprämien für E-Autos
Hier möchte die Regierung einen größeren Schritt machen, um die Attraktivität von Hybrid und E-Autos zu verstärken. Dazu muss aber endlich und schnell das Netz an E-Tankstellen ausgebaut werden. Hier helfen keine Versprechen, sondern nur rasches Handeln. Auch Privatleuten, Gemeinden und Firmen sollten massive Zuschüsse gewährt werden, wenn sie sich an diesem Ausbau beteiligen. Der Durchbruch der E-Autos hängt einfach an der Infrastruktur. Momentan sind E-Autos aus erneuerbarer Energie die beste Chance zur CO2-Vermeidung.
Übergangsweise sind Hybrid-Autos mit geringer Reichweite eine Alternative für Pendler. Das würde gerade den Städten helfen, die CO2-Belastung herabzusetzen. Hybrid-Autos sind jetzt schon in großer Auswahl zu haben, auch sie werden gefördert. Jeder von uns sollte sich fragen, kann ich nicht bei der nächsten Anschaffung auf ein solches Auto umsteigen. Hier ist einfach eine bessere Informationspolitik erforderlich.

Wasserstoff, die Alternative
Mit Wasserstoff könnten die Verbrennungsmotoren eine neue Zukunft haben. Dabei wäre aber im europäischen Verbund zu denken, die südlichen Länder müssten dann mit Photovoltaik eine Wasserstoffindustrie aufbauen. Oder der Norden mit Windenergie auf dem Meer, denn Wasserstoff erfordert die achtfache Energiemenge. Dort wo alternative Energie preis-
günstig hergestellt werden kann, sollte der Aufbau einer Wasserstofftechnologie, die ja auch in Europa erfunden wurde, kein Problem sein. Die EU müsste europaweit entsprechende Programme auflegen, dass in landwirtschaftlich wenig genutzten Flächen, der Stromertrag für die Menschen eine neue Einnahmequelle sein kann. Es wird nicht ohne Förderung und Beratung gehen, aber besser in zukunftsorientiert Gewerbe investieren, als Bauern mit Almosen abzuspeisen. Hier muss ein Umdenken ansetzen, wie wir es schon aus Deutschland kennen. Bayern könnte für die Südländer ein gutes Beispiel sein.

Wie kann man Wasserstoff gewinnen?
Es gibt in Deutschland schon Verfahren, aus der Luft, insbesondere auch CO2-belasteter Luft, Wasserstoff zu gewinnen. Wasserstoff hat den Vorteil, dass er transportiert und gelagert werden kann. So kann er in verschiedenen Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Es wäre meines Erachtens wichtig, neben der E-Mobilität eine weitere Säule aufzubauen, um die Schwächen der E-Mobilität (Reichweite) auszugleichen. Eine Wende weg von den fossilen Brennstoffen zu einer CO2-freien Mobilität ist möglich, wenn wir bereit sind, in diese und weitere Technologien zu investieren.

Investitionsstau beenden
In Deutschland wurde in den vergangenen Jahren zu viel Geld zurückgelegt und zu wenig in die Infrastruktur investiert. Da wissen alle Politiker, aber sie müssen es endlich ändern. Wir geben dem Staat die höchsten Steuern und Abgaben, er soll damit aber auch etwas tun, was uns voran bringt.

Windkraft - nein danke
Die Windkraft ist in Deutschland zum größen Stromlieferanten geworden. Dieses Erfolgsmodell wird gegenwärtig aber von der Bundesregierung gegen die Wand gefahren. Die Reglementierung geht hier so weit, dass in diesem Jahr kaum noch Windparks gebaut wurden. Dabei kann die Wndkraft ein Superbeispiel für dezentrale Energieversorgung sein. Man muss nur die Bürger einbeziehen und sie selbst an der Windkraft verdienen lassen. Fast jedes Dorf ist in der Lage über die Windkraft eine lokale Energieversorgung aufzubauen.
Es funktioniert nur dann, wenn man die Bürger einbezieht und sie zu Partnern macht. Niedrige Zinsen haben bei vielen Menschen Kapital angehäuft, dass investiert werden kann. Mit einer guten Rendite sind Bürger bereit, in solche Projekte zu investieren. Windkraft - ja bitte bei uns, könnte den Bau manscher Stromtrassen verhindern. Statt über extrem weite Abstandsflächen zu diskutieren, sollten sich die Kommunen besser um eine lokale Stromversorgung kümmern. Das Geld bliebe dann im Mittelstand und käme nicht zu den Konzernen.

Aufbruch statt Angst
In allem könnte sich die Mentalität des wir schaffen das, weiter ausbreiten. Denn Krisen sind immer auch Chancen. Beispielhaft könnten wir zeigen, wie ein Industriestaat es schafft, die Natur zu schützen und die Schöpfung für unsere Kinder zu bewahren. Schon heute spüren wir die Folgen der Klimakrise in vielfacher Form, wir sollten durch entschlossenes Handeln noch schlimmere Schäden abwehren. Wir haben nur diese eine Welt für den Menschen. Wir tragen alle Verantwortung, am meisten aber unsere Politiker. Deshalb müssen wir sie auch gezielt zur Verantwortung rufen und in die Verantwortung nehmen. Da können wir am besten an der Wahlurne. Dort ist es für die Parteien am Empfindlichsten.

Ihr
F. Christian Trebing,
Verleger

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