Sie sind hier: Startseite » Christians Blog
Christians Blog

Dienstag, 21. Mai 2019

Liebe Leserinnen und Leser!

Chrsitian Trebing

Während ich das Vorwort schreibe, bereitet sich Europa auf die Wahl vor. Wenn Sie das Heft in der Hand halten, ist die Wahl schon gelaufen und Sie wissen mehr. Zum Beispiel, ob es den nationalistischen Populisten gelungen ist, im Europaparlament stärker Fuß zu fassen.
Wir alle ahnen, dass diese Wahl von entscheidender Bedeutung für die Zukunft unserer Länder ist. Ich hatte in diesem Wahljahr den Eindruck, dass viel mehr getan wurde, um die Vorteile der europäischen Zusammenarbeit herauszustellen.
Hoffentlich hat es geholfen!

Das größte Friedensprojekt
Schon am Anfang der EU-Geschichte verstand man die Gründung der EWG, wie es damals hieß, als Friedensprojekt nach den furchtbaren Kriegen des 20. Jahrhunderts.
Europa wollte zum ersten Mal friedlich zusammenarbeiten und den Hass der vergangenen Jahrhunderte hinter sich lassen. Heute sehen wir, dass diese Politik der Versöhnung und des Gegenseitigen Verständnisses dem alten Kontinent eine völlig neue Perspektive gegeben hat. Frieden ist besser als Krieg. Wirtschaftliche Zusammenarbeit hilft auch den ärmeren Ländern, sich zu entwickeln. Wir sind froh, dass wir grenzenlos durch die meisten Länder Europas reisen können und in den meisten Fällen eine gemeinsame Währung haben, die das Reisen und Wirtschaften erleichtert.

Genug ist genug
Das sagten wir nach dem Krieg im Blick auf weitere Kriege untereinander. Das sagte jetzt auch Bundeskanzler Kurz, der die Zusammenarbeit mit den Populisten im Alpenstaat endlich beendet hat, nachdem das Ibiza-
Video bekannt wurde. Populisten, die angeblichen Saubermänner, zeigten ihr wahres Gesicht. Sie tun nichts für die Menschen, sondern nur für ihre eigenen Kassen. So wie der blonde Populist aus den USA, den sie noch immer nicht zwingen konnten, seine Steuererklärungen offen zu legen. Jeder weiß, dass er Dreck am Stecken hat, er hat illegale Geschäfte gemacht, durch Tricks wenig oder keine Steuern bezahlt und seine Wahl zum Präsidenten nur forciert, um sich zu bereichern. In unserem Land, muss jede Firma ihre Abschlüsse veröffentlichen, in den USA kann man das offensichtlich umgehen, wenn man reich genug ist.

Deutsche Bank gehört zu den Trump-Helfern
Dass ausgerechnet der Name der Deutschen Bank genannt wird, wenn es um die Verschleierung von Finanztransaktionen von Superreichen wie Trump geht, hätte man sich schon denken können. Bis zum heutigen Tag deckt ihn das deutsche Finanzinstitut im Hinblick auf seine Russlandgeschäfte und Tricks zur Steuervermeidung. Wer kann dieses Puzzle des furchtbaren Präsidenten zusammenlegen?

Jetzt reichts!
Trumps private Geschäfte sind eine Sache, sein krankhaftes weltpolitisches Gebaren gefährdet aber die ganze Welt. Das hat jetzt einen Punkt erreicht, wo es wirklich reicht. Handelskriege, Zollkriege ausgerechnet von einem Mann, der keine Steuern gezahlt hat, Krieg gegen jeden, der ihm nicht zu Willen ist, Drohungen, ganze Länder zu vernichten, die Liste des Wahnsinns ist lang. Dieser Mann hat in zwei Jahren, Handel und Weltpolitik in schlimme Lagen gebracht. Er verweigert die Zusammenarbeit im Bereich der sich abzeichnenden Klimakatastrophe, er will den Iran durch Boykotte in die Knie zwingen, er treibt mit China ein gefährliches Spiel, er will Europa und Japan in ewiger Abhängigkeit von den USA halten. Jeden Tag ein neuer Tweet mit erschreckenden Konsequenzen. Eine verlässliche Politik ist mit diesem Präsidenten nicht möglich. Er bringt zudem die USA in ein ganz schlimmes Licht auf der Welt. Aus dem Vorbild in Sachen Demokratie ist ein Schreckensbild autoritärer Politik geworden. "America first" und ihr andern stellt euch hinten an.

Wer stoppt diesen Wahnsinn?
Wenn die Opposition im eigenen Land nicht in der Lage ist, diesen fiesen Machtmenschen zu stoppen, können dann nicht die Präsidenten und Kanzler anderer Staaten sich zusammentun, um dem größten Führer der Welt Grenzen zu ziehen?
Wie könnte das aussehen? Vielleicht muss man jeglichen Kontakt mit ihm und seinen Handlangern und Kriegstreibern vermeiden, um ihn zu isolieren.
Auf jeden Fall muss man im wirtschaftlichen Bereich den Dollar als Weltwährung ablösen und eine zweite Säule mit dem Euro schaffen. Es wäre wichtig, dass GB in der EU bleibt und auf lange Sicht auch dem Euro beitritt.
Es wäre wichtig, dem militärischen Schwachsinn abzuschwören und die Nato abzubauen.
2% des Bruttosozialproduktes für das Militär ist keine Zukunftsperspektive, solange der Hunger noch in so vielen Teilen der Welt grassiert und das Gespenst des Klima-Crashs über unseren Köpfen schwebt. Es gibt so viele andere wichtige Aufgaben.

Europa eine dich
Wenn wir nicht länger nach der Pfeife der USA tanzen wollen, müssen wir uns stärker auf unsere eigenen europäischen Werte besinnen, soziale Markt- wirtschaft, transparente Demokratie und faire Zusammenarbeit. Noch nie in seiner Geschichte, hatten die Bürger Europas (in der EU) so viele Mitbestimmungsmöglichkeiten, einen so langen Frieden und so großen Wohlstand. In den USA besitzt 1% der Bevölkerung 90% des Vermögens, das ist für uns nicht erstrebenswert. Der Dollar regiert dort alles, der Egoismus ist das Lebensprinzip.
Die EU muss sich davon noch stärker absetzen und zeigen, dass sie anders ist. Anders als der Turbokapitalismus der amerikanischen Internetbranche und anders als der Staats-
kapitalismus der Chinesen.
Das Besondere Europas muss die Kultur des Respekts und der Achtung voreinander sein. Die Überwindung des alten Nationalismus durch die Anerkennung kultureller Eigenheiten und der Verantwortung für die Menschen. Nicht wirtschaftlicher Druck, sondern faire Zusammenarbeit insbesondere auch mit den Staaten Afrikas, das ist der Auftrag Europas in dieser Zeit.

Ihr
F. Christian Trebing,
Verleger

[Ältere Einträge]

zurück Seitenanfang