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Christians Blog Archiv

Dienstag, 9. April 2019

In meinem letzten Blog hatte ich mir die Aktion "Fridays For Future" vorgenommen. Dabei kam es mir darauf an zu zeugen, dass die Demonstrationen der Kinder und Jugendlichen nicht nach dem üblichen Schema beurteilt werden können. Es geht in der Reaktion auf diese Demonstrationen nicht darum, die Kinder zu belehren, dass sie besser zur Schule gehen sollten und nicht auf die Straße. Das zeigt nur, dass man nicht begriffen hat, was die Kids wollen.
Ein populärer ehemaliger Präsident der USA hat es verstanden. Obama war dieser Tage in Deutschland. Bei Gesprächen mit Jugendlichen in Berlin bestärkte er sie, die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen und zu gestalten. Ihr fragt ja auch nicht eure Großväter, was ihr anziehen sollt, also nehmt eure Zukunft selbst in die Hand. Bravo, Herr Ex-Präsident, Sie haben das Feeling das Ihrem Nachfolger völlig abgeht.

Es werden immer mehr
Die Aktion "Fridays For Future" nimmt inzwischen einen weltweiten Fortgang. Die Teilnehmerzahlen werden immer größer, die Themen und Ziele immer klarer formuliert.
Auch die Politik in Deutschland reagiert nun ernsthaft: Bayerns Ministerpräsident lädt sich Demonstranten aus München ein und will auf ihre ökologischen Vorschläge eingehen. Wenn das nicht nur ein politisches Manöver bleiben soll, muss es in praktische Politik umgesetzt werden. Die Kinder müssen den Politikern einen Drive in die Zukunft geben. Es ist mit der abwartenden Hinhaltetaktik der vergangenen Jahrzehnte schon zu viel Zeit verloren gegangen. Die Katastrophen werden immer größer, die Opferzahlen steigen. Das können wir nicht mehr unter der Rubrik "weit weg in Afrika" abhandeln.

Umstellung
Wir können die Probleme auch nicht mehr mit Spenden, Hilfsprogrammen und Versicherungsleistungen in den Griff bekommen, es geht um Änderung unseres Verhaltens im großen Stil. Das kann kein Einzelner bewirken, nicht einmal einzelne Länder, das müssen Parlamente weltweit durch Gesetzesänderungen durchziehen.

Fatale Kompromisse
Ich denke dabei an Jahreszahlen wie 2038, das Ende der Kohleverstromung. Diese abstrakte Zahl verschleiert die Wichtigkeit sofortiger radikaler Veränderung. Als könnte ein politischer Kompromiss uns mehr Zeit geben, die Katastrophe hinauszuschieben. Wenn Fachleute uns sagen, es ist nicht mehr fünf vor Zwölf, sondern bereits nach Zwölf, müssen wir doch endlich erkennen, dass es hier um ein Sprachspiel geht.
Angela Merkel wurde ja oft wegen ihres Spruchs "Wir schaffen das" angegriffen. Aber sie hatte natürlich recht, wir schaffen das, aber nur, wenn wir sofort damit anfangen. Das galt bei dem Abstellen der Atomkraftwerke genauso wie bei der Integration der Flüchtlinge. Jetzt müssen die Gesetze geändert und Bedingungen ausgehandelt werden, wie es weitergehen soll.

Vorreiterrolle verloren
Wir müssen des zugeben, Deutschland hat seine Vorreiterrolle für den Umweltschutz verloren, Ländern wie Norwegen sind uns davon geeilt. China macht sich zum Anführer der Trendwende im Automobilbau. Sie schreiben einfach vor, wie viele Elektroautos produziert werden müssen.
Wir Europäer dürfen uns auch nicht von Trump vorschreiben lassen, was in die Rüstung gesteckt wird. Wir dürfen uns nicht weiter in den Militarismus treiben lassen, sondern müssen alles übrige Geld in die Veränderung investieren. Die USA verschwenden die Milliarden für ihre Großmachtfantasien, statt ihre soziale Verantwortung im eigenen Land wahrzunehmen.
Das ist schändlich. Ein riesiges Land, das nur durch Immigration seine Erfolge erzielt hat, will keinen Platz mehr für weitere Menschen haben, lächerlich.

Schwerpunkte für Deutschland
Für Deutschland gibt es für die nächsten Jahre zwei politische Handlungsschwerpunkte, weg von der Kohle in der Energiegewinnung (und damit weg von allen fossilien Energielieferanten, die den Treibhauseffekt antreiben) und hin zu bezahlbarem Wohnraum in den Ballungsgebieten. Das bedeutet nicht, die anderen wichtigen Fragen zu vernachlässigen, aber diese Ziele haben absoluten Vorrang. Beides gilt übrigens auch weltweit.

Ein bisschen Mut hilft nix
Um diese beiden Problemfelder anzugehen, hilft auch nicht ein bisschen Engagement, sondern nur absolute Entschlossenheit. Radikalität ist hier eine positive Geisteshaltung, ohne die keine Veränderung möglich ist. Das ist der Denkansatz der Kinder, wenn uns eine bessere Schulnote wichtiger ist, werden unsere Noten einmal nichts mehr wert sein.
Unsere Regierung sollte also statt Steuersenkung lieber Privatleute, Kommunen und Firmen fördern, die in neue Häuser, E-Tankstellen und gegen Energieverschwendung investieren. Das entfacht weiteres Engagement vieler Tausender, die etwas für die Zukunft tun wollen.

Verpestete Luft gegen Windräder
Die Veränderung im mobilen Sektor kann nur Fahrt aufnehmen, wenn die elektrische Infrastruktur durch knallharte Förderung voran getrieben wird. Hier helfen nicht kleine Schritte, sondern nur rasches Sprinten, wie es Norwegen uns vor macht. Bei neu zugelassenen Autos finden wir bereits 50% E-Autos, weiter geht es bei Baumaschinen etc. Veränderung gibt es nur mit mutigem Vorangehen. Da müssen wir dann auch mal entscheiden, was uns lieber ist, Millionen Tote durch verpestete Luft oder noch ein paar Windräder. Die Politik muss sich von den Kindern inspirieren lassen, die Scheuklappen abzulegen, damit die längst überzeugte Bürger auf den Zug aufspringen und Tempo aufnehmen können. Wir müssen die Fesseln der Vergangenheit abwerfen und unsere Welt zukunftsfähig machen. Wagen wir endlich etwas, wie unsere Kinder. Mit Bedenken- trägern wird das Erbe der Erde verspielt.

Ihr Christian Trebing,
Verleger

Montag 18. März 2019

Liebe Leserinnen und Leser!

In einer Zeit von gefährlichem Nationalismus und Populismus in allen Kulturen, gibt es einen unglaublichen Lichtblick. Da fängt in Schweden ein Teenager, Greta Thunberg, an jedem Freitag an gegen die weitere Zerstörung der Erde durch den Klimawandel zu demonstrieren. Der Klimawandel durch die massive Verwendung fossiler Brennstoffe weltweit hat sich als dramatisch herausgestellt.

Eine Schülerin beginnt
Greta zog mit ihrem selbstgemalten Schild freitags in ihrer Schulzeit vor das schwedische Parlament. Sie will jeden Freitag zeigen, die Luftverschmutzung wird unsere Zukunft, die Zukunft der Kinder dieser Welt kaputt machen. Statt zu lernen stehe ich heute hier und sage euch Erwachsenen, macht Schluss mit diesem Leben auf Kosten unserer Zukunft.
Als Provokation protestiert sie während der Schulzeit, um überhaupt Aufmerksamkeit zu erregen. Und sie bekommt Aufmerksamkeit, sie bekommt sogar die Gelegenheit, öffentlich in Davos auf dem Weltwirtschaftsgipfel zu sprechen.
Ihr Protest wird ein weltweites Thema und lässt sie überall Nachfolger finden, die Medien entdecken dann auch noch andere Kinder und Jugendliche, die schon seit Jahren ähnliche Aktionen gegen Umweltzerstörung und Rassismus machen.
Durch das weltweite Medienecho vernetzen sich jetzt all diese Initiativen und bündeln ihr Anliegen. Von Indonesien bis Brasilien, von den USA bis nach Deutschland stehen tausende von Schülerinnen und Schülern zum Protest und zu Aktionen auf. Es begann mit dem Plakat "Schulstreik für das Klima" und dem Slogan "Fridays for Future" im August 2018.

Erwachsene reagieren typisch
Wohlmeinende Erwachsene wollen die Kinder von diesen Aktionen abhalten, weil sie sich darum sorgen, dass die Kinder nicht genug lernen. Politiker fühlen sich berufen, an die Schulpflicht zu erinnern. Sie haben nicht wirklich verstanden, was die Kinder wollen. Dieser Protest wird nicht mehr aufzuhalten sein, nicht durch strenge Lehrer und Politiker, die ihre Hausaufgaben nicht gemacht haben, aufzuhalten sein.

Das Problem ist seit Jahrzehnten bekannt
Die Schüler machen auf ein Problem aufmerksam, das uns seit Jahrzehnten bekannt ist. Ein Problem, das so groß ist, dass das Wort Problem es nur unzureichend beschreibt. Auf vielen Konferenzen wurde die Lösung beschworen, die Erderwärmung darf sich nicht wesentlich Erhöhen. Es wurden Strategien entworfen, aber die Länder der Erde halten sich nicht daran. Die hehren Klimaziele werden auch in Deutschland verfehlt.
Im Gegenteil, der größte Umweltverschmutzer, die USA, ignoriert alles, und nennt es Fakenews. Trump und Co. verschließen einfach die Augen vor den Signalen der Umweltkatastrophen, die wir heute schon sehen können. Andere meinen, es ist alles nicht so schlimm, wie es die Wissenschaftler darstellen. Es passiert wenig und wir sehen es mehr als Problem der Versicherungen, die schon heute die Schäden bezahlen müssen.

Das Ökosystem der Erde wird zerstört
Das "Problem" ist aber inzwischen so gravierend, das es nicht mit der Abschaffung der Benzin- und Dieselautos gelöst werden kann. Heute noch darüber zu streiten, wann die Kohlekraftwerke abgeschaltet werden müssen, ist geradezu lächerlich. Heute noch Kohle- und Ölkraftwerke zu bauen ist ein Verrat an unserer Jugend.
Das Ökosystem unserer Erde ist sehr komplex, es reicht nicht, die Entwicklung der Temperatur in den nächsten Jahrzehnten in den Griff zu bekommen. Schon jetzt gibt es eine Wechselwirkung verschiedener Umweltprobleme, die unweigerlich in den nächsten 40 Jahren einen Kollaps der Erde herbeiführen. Es muss alles viel schneller gehen, die Umstellung der Autos, der Fabriken, der Haushalte auf umweltfreundliche Systeme muss Fahrt aufnehmen.

Kleinkariert und ratlos
In der deutschen Politszene quer durch die Parteien ist man ratlos und kleinkariert. Man will nicht verstehen, dass Kinder sich für eine Sache wie den Klimaschutz engagieren und die Erwachsenen nicht einfach machen lassen. Da kommen Oberlehrer wie Herr Lindner und reden über die Schulpflicht und gestehen den Kindern kein Urteil über die Sache zu. Das ist nicht das Thema ihr Lieben, es geht jetzt um die Zukunft des Planeten. Die Verursacher sind wir alle, die vom System der Klimazerstörung profitieren. Aber besonders die Firmen die Milliardenprofite machen und gar nicht daran denken, die Umwelt zu schützen. Praktisch alle Großkonzerne dieser Erde mit ihrer riesigen Lobby in den Hauptstädten tragen die Hauptverantwortung. Ihre Umweltsünden sind so schlimm, dass sie nur von den Entscheidungsträgern gebremst werden können. Doch eins ist den Kindern klar, nur durch gewaltigen Druck von unten, wird sich etwas ändern.

Von der Utopie zur Veränderung
Der Protest eines Mädchens war utopisch, aber er fand Gehör in einer neuen Generation, die Empathie lernt, die für das Leben lernt, indem sie selbst das eigene Leben in die Hand nimmt.
Formeln lernen genügt nicht, Formeln über den schlechten Zustand des Klimas diskutieren auch noch nicht.
Du musst umsetzen, was du begriffen hast und tun, was du kannst.
In Indonesien haben es zwei Mädchen geschafft, dass die Strände von Bali plastikfrei geräumt wurden. Zwei Teenager fingen an, mit gutem Beispiel voran zu gehen - so gehts.
Die Ältere von den beiden wird schon in andere Länder einge- laden, um andere Schüler zu informieren, wie sie das geschafft haben.

Ich finde es großartig, dass junge Leute sich der Aufgabe stellen, die Erde vor dem Kollaps des Klimas zu bewahren. Das verdient nicht nur Respekt, sondern muss uns Erwachsene bewegen, mehr zu tun, viel mehr, als wir (und unsere Politiker) versprochen haben.

Ihr Christian Trebing,
Verleger

Donnerstag, 14. Februar 2019

Liebe Leserinnen und Leser!

Was die Mehrheit der Deutschen für die größte Bedrohung für den Frieden hält, ergab die jüngste Umfrage des Allensbacher Instituts für Demoskopie. Zusammen mit dem Centrum für Strategie und Höhere Führung aus Köln in der jährlichen Umfrage der "Sicherheitsreport 2019" erstellt. Diese Umfrage wird seit 2011 durchgeführt.
Besonders auffällig ist, was aus der Einschätzung der USA im Ansehen der Deutschen geworden ist. 56 Prozent der Befragten sind der Überzeugung, dass die USA die größte Bedrohung für den Frieden sind. 2014 waren 14 Prozent dieser Meinung, das Amerika unter Trump halten die Deutschen für den zentralen Unsicherheitsfaktor auf der Welt.

Trumps Träume vom neuen, starken Amerika werden zum Alptraum der Deutschen
Es gibt keinen Tag an dem der Tweeter aus Washington nicht mit neuen Märchen, Bedrohungen und Einschüchterungen auffällig wird. Er hat eine Unsicherheit auf politischem und wirtschaft-
lichem Gebiet in die Welt gebracht. Die Washington Post hat seit seinem Amtsantritt über 8000 Fakenews und Lügen gezählt. Mit seiner vulgären und beleidigenden Sprache zeigt er einen Menschen von krankhaftem Charakter.

Der Dealmaker
ist zu keiner ausgleichenden Politik fähig, es interessiert ihn nur der Vorteil für das eigene Land (oder die eigenen Geschäfte), dem wird alles andere untergeordnet. Es heißt von Insidern, dass er nur wenige Zeit für das Regieren verwende, sondern sich täglich Stunden mit dem Verfassen von Tweets beschäftige. Briefings seiner Berater verfolge er nur ungern, noch weniger teile er deren Ansichten in der Einschätzung.
Trump spielt das Spiel amerikanischer Großmachtpolitik gegen "Freund" und Feind", getreu dem Wahn, er selbst sei der größe Präsident aller Zeiten und bestimme, wo es lang geht. Wer nicht mitgeht, wird gnadenlos mit Steuern oder Sanktionen überzogen.

Volles Risiko
Dieses kurzfristige und machtbesessene Denken hat in seiner Amtszeit schon zu zahl- reichen Verwerfungen in der Weltpolitik und der globalen Wirtschaft geführt. Viele Länder erkennen, auf die Trump-USA ist kein Verlass mehr. Man weiß nie, was der sprunghafte Blonde sich morgen an neuen Deals ausdenkt. Aber immer geht es darum, "America first", ob Deutschland, Russland oder China, sie sollen zahlen.

Immer wieder Öl und Gas
Die Schmiermittel der modernen Welt stehen für Erpressungen und Vorteilsgeschäfte hoch im Kurs. Da ist es auch egal, dass arabische Staaten gegen jegliche demokratischen Regeln verstoßen. Wenn das Geschäft der Trumpfreunde blüht, fliegt die Moral aus dem Fenster. Da sind die Saudis ein toller Partner und die Iraner die Teufel der Gegenwart. Ach ja, die Scheichs übernachten natürlich bei ihren zahlreichen Besuchen in New York im Trumptower...
Populisten und Autokraten sind Trump am liebsten, mit ihnen lassen sich die besten Rüstungsgeschäfte machen. Damit wird die amerikanische Milliardärslobby zufriedengestellt.
Polen hat schon neue Raketenwerfer bestellt. Mit der Russenangst kann man gut verdienen. Polen, das waren doch die, die den größten Teil ihrer Kraftwerkskohle von Putin beziehen...

Gaspower
Was aber momentan im Streit um die neue Gaspipeline passiert, setzt dem amerikanischen Imperialismus die Krone auf. Der geplante deutsche Direkteinkauf des russischen Gases soll unbedingt verhindert werden. Angeblich wird Deutschland durch das russische Gas erpressbar. Nun hat aber nicht mal die UdSSR in den schlimmsten Zeiten des Kalten Krieges auf die Karte Erpressung gesetzt, sondern immer ihre Verträge eingehalten. Die Trump-Clique macht schon jetzt das Gegenteil. Vom Präsidenten bis zum Botschafter wird allen mit Sanktionen gedroht, die mit dem Gasprojekt zu tun haben! In frecher Tonlage wird Deutschland gedroht. Vorgeblich will man es schützen, aber es geht wieder nur um den eigenen Vorteil, um Flüssiggas aus den USA, dan man weltweit verkaufen will. Dieses Gas ist teurer, umweltschädlicher und wird mit den ökologisch bedenklichen Frackingmethoden gewonnen, die bei uns nicht erlaubt sind.
Auch hier Lügen und Drohungen als Mittel der Politik. Das ist es wohl, was knapp 60% der Deutschen nicht gefällt.

Herr Trump, ich will von Ihnen nicht verteidigt werden
Europa sollte jetzt lernen, sich selbst zu bestimmen, auch mili-tärisch. Ich kann nach dem Ende des Kalten Krieges in der Nato nur noch ein Steuerungselement amerikanischer Wirtschafts-interessen erkennen.
Wer uns Europäern vorwirft, uns von den USA verteidigen zu lassen und dafür nichts bezahlen zu wollen, den müssen wir daran erinnern, dass er kostenlos unsere Staaten als Flugzeugträger für seine Machtpolitik benutzt. Herr Präsident, Sie wollen dass wir immer mehr aufrüsten, Sie haben die Chancen einer friedlichen Politik nie begriffen - ich will durch Sie und Ihre Generäle nicht mehr verteidigt werden, ziehen Sie Ihre Soldaten komplett ab. Wir machen unsere Sache hier jetzt alleine in Europa.
Schön wärs, aber unsere EU traut sich nicht, diesen Schritt endlich zu machen.
Schön wäre eine Briefaktion von Tausenden. Was halten Sie davon?

Ihr
F. Christian Trebing,
Verleger

Montag, 21. Januar 2019

Liebe Leserinnen und Leser!

Brexit - Drama ohne Ende

Keiner weiß mehr so richtig, wie Europa in diese verfahrene Brexit-Situation gekommen ist. Es liegt nur ein paar Jahre zurück, 2013, am 23. Januar, legt David Cameron den Grundstein für dieses Polittheater mit ungewissem Ausgang. Der Premier der Briten will an der Macht blieben und verspricht seinen Landsleuten, ein Referendum durchzuführen. Die schon immer schwierigen Inselbewohner wollen über ihren Verbleib in der EU abstimmen.
Cameron liegt vor der nächsten Wahl gegenüber Labour in den Umfragen zurück. Die rechtspopulistische und EU-feindliche UKIP lauert und die Euroskeptiker in seiner Partei machen ihm vor der Wahl ins Straßburger Parlament das Leben schwer.

Die Populisten kommen
Im Mai gewinnt dann tatsächlich Nigel Farage bei dieser Eurowahl sensationelle 26%, mehr als jede andere britische Partei. Die UKIP will die EU verlassen, das ist ihr zentrales Anliegen. Bei den Kommunalwahlen punkten die Nationalisten ebenfalls.
Doch ein Jahr später gelingt es David Cameron mit seinen Konservativen die absolute Mehrheit im britischen Parlament zu gewinnen. Nun kann er mit seinen Tories ohne die europafreundlichen Liberalen regieren. Im Gefühl der Macht setzt er nun das versprochene Referendum um. Im Juli 2016 soll die Entscheidung fallen. Vorher verhandelt er mit den EU-Verantwortlichen über ausreichende Zugeständnisse, die es den Briten erlauben sollen, in der EU zu bleiben. Cameron wirbt für die EU und die Meinungsumfragen sagen ein positives Ergebnis voraus. Doch dann kommt Boris Johnson ins Spiel, der Bürgermeister von London, ein Politclown und Verbündeter des Premiers. Er outet sich als Kämpfer für den Brexit. Das "Leave-Lager" hat mit ihm und Farage von der UKIP seine prominentesten Köpfe. Und die beiden sind sich für keine Schutzkampagne zu schade. Ein Hauptpunkt in dieser Medienschlacht ist die Falschbehauptung, das GB jede Woche 350 Millionen Pfund nach Brüssel überweise. Diese Fakenews ging mit einem roten Bus kreuz und quer durchs Britenland.

Mit Fakenews wird das Land aufgemischt
Die EU-Freizügigkeit von Reisen und Arbeitsplatzwahl führte auch dazu, dass EU-Bürger (besonders aus Osteuropa) sich in GB ansiedelten. Als Handwerker und in Sozialberufen waren sie einerseits willkommen, andererseits wurden sie verdächtigt, in die Sozialsysteme einzuwandern. Die üblichen Sprüche von Populisten und Nationalisten gingen permanent durch die Presse, um die Stimmung gegen die EU aufzuheizen. Später kommt dazu, dass eine zweifelhafte Firma (mit dem harmlosen Namen Cambridge Analytics"), offensichtlich mit ausländischem Geld (USA und RUS) eine Beeinflussung der Landbevölkerung durchführt. Es ist die gleiche Firma, die auch Trump auf den Thron gehievt hat. Mit Falschbehauptungen und der Suggestion von Ängsten treibt sie im Hintergrund ihr Handwerk. Das reicht, um die Stimmung gegen die EU um ein paar Prozente zu kippen. Mit illegal besorgten Daten manipulieren sie das Land in das, was wir jetzt die Brexitkatastrophe nennen.
Nur 2% der Briten drehen das Land in eine ungewisse Zukunft.

Brexit heißt Brexit
Cameron hat sich schon verzockt, es geht noch schlimmer, Theresa May fährt das Land planlos vollends gegen die Wand. "May versagt grandios" titelt eine Zeitung. May, die eigentlich für den Verbleib war, meint nun den Willen des "Volkes" ausführen zu müssen und nimmt sogar einen harten Brexit in Kauf: "Brexit bedeutet Brexit!"
Ihre Brexit-Hardliner, die sie in die Regierung geholt hat, sind ihr alle davongelaufen. Sie steht nun mit dem Rücken zur Wand und hat die konservative DUP (aus Nordirland) als Mehrheitsbeschafferin am Hals. Die wollen aber in jedem Fall und egal wie aus der EU. Die britischen Zocker laufen zur Höchstform auf und hinter- lassen ein entsetztes Europa. Es heißt, die Chance auf ein neues Referendum sei gering, es stünde ohnehin fifty-fifty.

Irland ist das größte Problem
Es werden andere Modelle besprochen, z.B. das Norwegenmodell, Mitgliedschaft in der Zollunion, Beiträge an die EU zahlen, aber nicht mitbestimmen. Ob das aber die britische Großmachtseele befriedigen kann?
In Irland darf es aber keine neue Außengrenze geben, sonst war die Befriedung des Nordirlandkonflikts vergeblich. Die erste Bombe der IRA-Splittergruppen ist schon explodiert.

Irrationaler Wahnsinn
Nachverhandelt wird nicht, sagt die EU und die restlichen 27 Mitgliedsstaaten. Stimmt dem Kompromiss zu oder geht euren Weg in eine ungewisse Zukunft. Sprachlos schauen wir Kontinentaleuropäer das Chaos an. Dabei käme es weltweit auf ein vereintes Europa an, um die Fahne von Demokratie und Frieden hochzuhalten. Dem entgegen steht die britische Selbstüberschätzung. In einem Monat sind wir schlauer. Vielleicht...

Ihr
F. Christian Trebing,
Verleger

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Liebe Leserinnen und Leser!

Der Dezember 2018 wird nun unverhofft in chaotischer Weise das Jahr beschließen. Die Populisten der Regierung in Italien spielen Harakiri mit ihrem Land, genau wie Theresa May, die GB in den Brexit-Wahnsinn treibt und Herr Macron muss in Frankreich gegen jede politische Vernunft den Populisten von der Straße milliardenschwere Versprechungen machen, um zu überleben. In den USA schlingert ein selbstgefälliger Trump immer schlimmer auf dem Parkett der Fakenews und in der Türkei sind z. Zt. aus fragwürdigem Anlass mehr Journalisten inhaftiert, als in China, dem größten Land der Meinungs"un"freiheit.

10. Dezember, Tag der Menschenrechte
Der Tag ging vorbei ohne große Debatten, die Meinungs- und Religionsfreiheit ist in dieser Welt in Gefahr wie nie zuvor.
Nun wurden zwei Helden/Heldinnen im Kampf für Menschenrechte (insbesondere von Frauen) vom Nobelkomitee geehrt, aber sie stehen auf verlorenem Posten. Die junge Jesidin aus dem Irak sagte, nachdem im Saal bei der Preisverleihung Menschen in Tränen ausbrachen, ich will kein Mitleid, sondern euer Handeln. Krokodilstränen braucht diese Welt nicht mehr, unsere Empörung muss sich an unserem Platz in Handeln umsetzen.

Versprechen, statt zu handeln
Das ist einfach unser Problem auch in Deutschland, wir wollten Vorbild sein für den Kampf gegen den Klimawandel, nun dümpeln wir im Mittelfeld auf der Liste der "Klimaschädlinge". In den letzten Jahren ist auch bei uns alles nur noch schlimmer geworden. Nichts mit der sauberen Kilmapolitik, noch mehr Kohlendioxyd und andere Schadstoffe tanzen in unserer Luft. Wir zieren uns mit fragwürdigen Begründungen die Braunkohle in der Erde zu lassen, wir lassen die Autobosse uns auf der Nase herumdieseln und kommen einfach nicht voran. Frau Merkel, dieses Problem lässt sich nicht aussitzen!

Trump hält den Klimawandel für ein Märchen
Natürlich gibt es noch schlimmere Klimasünder als die EU, die USA verpesten die Umwelt in einem grotesken Ausmaß. Aber nicht mal die schlimmsten Tornados und die größten Waldbrände der Geschichte in Kalifornien können Trump belehren, dass der Klimawandel schon kräftig im Gange ist.

Kattowitz sollte einen Weg in die Zukunft ebnen
Die aktuelle Klimakonferenz in Kattowitz sollte Handlungsregeln für den Klimapakt beschließen. Doch ausgerechnet dieses Land der Veranstaltung, Polen, gehört zu den größten Luftverschmutzern des Planeten. Es will auch nicht davon lassen, zur Stromerzeugung weiter Kohle zu verbrennen, Kohle, die zum großen Teil aus Russland eingeführt wird. Der Präsident begründet das damit, die Abhängigkeit vom russischen Gas zu vermindern....

Wir sehen und sehen doch nicht
Unsere Politiker kennen den Weg aus der Gefahr der Erderwärmung, sie sehen die Gletscher der Alpen schmelzen und betrachten die ausein-anderbrechenden Eismassen der Antarktis, sie lesen die Nachrichten von den aussterbenden Eisbären der Arktis. Sie hören auch davon, dass irgendwo auf der Welt die Inseln im Meer verschwinden, weil der Wasserspiegel steigt. Aber sie handeln nicht, sie versprechen Besserung im besten Fall oder sie bestreiten die Katastrophe - alles nur Fakenews.
Den Preis müssen wir irgendwann bezahlen
Diese Generation ist anscheinend nicht bereit, den Preis zu bezahlen.
Die einen haben das Geld nicht, die anderen kaufen sich die Politiker, die sie brauchen, um ungeschoren davon zu bringen. Oder sie beruhigen ihr Volk mit falschen Nachrichten, um die nächste Wahl wieder zu gewinnen.
Heute zahlen wir lieber den Preis für immer neue Waffensysteme. Die USA haben am weltweiten Waffenhandel einen Anteil von 57% (Deutschland 2,5%, Russland 9%). Wer da mitmischt und mitverdient, der macht sich keine Gedanken darüber, dass ein Großteil dieser Waffen zur Unterdrückung der Meinungsfreiheit eingesetzt wird. Die Welt wird von den Großkonzernen und Regierungen nicht nur mit Kohlendioxyd, sondern auch noch mit Granaten verpestet. Eine Schande, die wir durch unsere Rosabrille nicht wahrnehmen.

Wo bleibt unser Aufbegehren?
Wir begehren zu wenig (auch in Deutschland) gegen diese Zusammenhänge auf. Sie entziehen sich den alten Denkstrukturen von rechts und links und gut und böse. Wir lassen uns im Gegenteil von Herrn Trump provozieren, unsere Militärausgaben zu erhöhen. Mit diesem Geld könnten wir besser den Ausstieg aus der Kohle finanzieren und damit zeigen, dass die versprochenen Umweltziele eingehalten werden. Die CDU muss jetzt zeigen, ob der Einsatz für die Umwelt des Menschen nur ein grüner Anstrich war.
Die CDU braucht meines Erachtens keine konservative Wende im Denken, sondern im "Bewahren der Schöpfung". Wer Werte verteidigen will, sollte das an der richtigen Stelle TUN.

Soll das der Weihnachtsfrieden sein?
Ich weiß heute noch nicht, wie der Krampf um den BREXIT weitergeht, ob die Vernunft noch eine Chance hat oder der Nationalismus der englischen Biedermänner trotz allem siegen wird. Wir werden im neuen Jahr sehen, ob Italien und Frankreich weiterwursteln oder wirkliche Reformen anpacken. Kein Frieden in Europa, Mord und Totschlag im Nahen Osten, Handelskrieg weltweit und dazwischen die Migranten mit ihrer Sehnsucht nach Leben in Freiheit und Wohlstand. Ein unruhiger Advent 2018.

Ihr
F. Christian Trebing,
Verleger

Mittwoch, 1. August 2018

Liebe Leserinnen und Leser!

An einem Thema kommt man momentan nicht vorbei, Mesut Özil und sein lautstarker Rücktritt aus dem Nationalteam. Ein seit Jahren beliebter Fußballer aus einer Immigrantenfamilie, der als bestens integriert galt, machte ich im Zusammenhang der WM in Russland sehr unbeliebt. Er ließ sich zusammen mit Herrn Erdogan ablichten und in der Presse veröffentlichen. Er tat es zu einer Zeit, als ihn der türkische Präsident zur Wahlkampfhilfe gut brauchen konnte und er tat es als Nationalspieler Deutschlands.

Ein PR-Gag, der nach hinten losging
Was für Özil vielleicht nur ein PR-Gag war, entpuppte sich als Schlag ins Gesicht der deutschen Fußballfans. Denn Özil hat sich ja seit vielen Jahren nicht nur für den deutschen Pass entschieden, sondern wollte auch bewusst als deutscher Nationalspieler gelten.
Hier trat er aber mit "seinem Präsidenten" auf, schon die Wortwahl war gefährlich. Aber unser Land hat mit der doppelten Staatsbürgerschaft für diese kuriose Situation gesorgt, dass Menschen mit doppelter Staatsbürgerschaft zweimal wählen dürfen. Dass sie eigentlich nicht recht wissen, wo sie zu Hause sind.
Wenn eine Mehrheit im Lande das Ausländern, auch EU-Ausländern, zugestehen will, dann müsste allerdings umgehend das Doppelwahlrecht abgeschafft werden. Wer hier seinen Lebensmittelpunkt hat, der sollte auch hier wählen und nicht per Briefwahl für die Türkei stimmen, wenn er einen deutschen Pass hat..
Eine Stimme für das Land, das meine Steuern bekommt und von dem ich abgesichert sein will. Ein Land, wo ich meine politische Teilhabe praktizieren will genügt.

Deutschtürken profitieren hier von der Freizügigkeit und unterstützen ein System der Menschenverachtung
Der Fall Özil macht deutlich, dass hier etwas schief läuft. 61% der Deutschtürken haben per Wahlentscheid Herrn Erdogan unterstützt, der gerade dabei ist, die Bürgerrechte der Menschen in der Türkei weiter zu beschneiden. Der Deutsche und Türken ohne klare Anklage ins Gefängnis stecken lässt, die Pressefreiheit massiv einschränkt und die Rechte von Minderheiten einfach nicht re-spektiert. Wer einen solchen Politiker hofiert, der muss sich nicht wundern, wenn das seine Mitbürger nicht akzeptieren.
Wir wollen doch hier keine Strukturen a la Erdogan.

Kein Freibrief für Hassbotschaften
Kritik an Özils Vorgehen muss natürlich sachlich geführt werden und kann nicht so akzeptiert werden, wie es über die sozialen Medien gelaufen ist. Das ist ein Kennzeichen unserer Zeit, dass Hassbotschaften als Meinungsäußerung auftreten. Auch eine freie Gesellschaft gibt ihren Bürgern keinen Freibrief für Hass.
Özil hat einen Fehler gemacht und will es bis heute nicht begreifen. Im Gegenteil, erst erklärt er sich nicht und dann setzt er mit Rassismusvorwürfen noch einen oben drauf. Dass in Deutschland gerade die integrative Kraft des Sports, besonders auch des Fußballs im großen Maße genutzt wird, bleibt da außen vor.

DFB unterschätzt die Dynamik
Der DFB konnte die Affäre um die Fußballprofis Özil und Gündogan nicht professionell lösen, sondern verstrickte sich immer mehr in Widersprüche. Gündogan, der mit dem gleichen Werbefoto für Erdogan gestartet war, konnte sich besser aus der Affäre ziehen, weil er gleich pro Deutschland stellung nahm.
Von ihm spricht niemand mehr, Özil blieb die klare Stellungnahme schuldig und bleibt den Menschen mit seinem Erdogan-Image präsent.
Wenn Erdogan nicht im letzten Jahr wiederholt und aggressiv gegen Deutschland Stellung bezogen hätte, wäre die Sache nicht so hoch gekocht worden. Aber Erdogans deutschfeind-
liches Getue machten ihn zur Persona-non-grata. Mit Erdogan will keiner auf einem Foto sein, es sei denn ein Politiker, der sich mit ihm von staatswegen auseinander setzen muss oder ein Fan seiner obskuren Politik.

Starke Männer bevorzugt
Das eigenartige Phänomen, die starken Männer aus dem Herkunfts-
land zu glorifizieren, kennen wir nicht nur von Deutschtürken, sondern auch von Rußlanddeutschen. Der starke Mann gilt ihnen als Held und Vorbild. Ihn bewundert man für seine Politik und dass er die Nation wieder zu Ansehen bringt. Diese Art von Nationalstolz für eine Gegend, die man verlassen hat oder nur noch aus dem Urlaub kennt, verklärt eine undemokratische und menschenfeindliche Politik. Auch Deutsche sind in Auswandererländern durch eine ähnliche Nationaltümelei längst vergangener Zeiten bekannt. Immer geht es um konservative Werte und zweifelhafte Vorbilder. Aber dieser Weg ist eines Demokraten unwürdig. Machtbesessene Präsidenten sind keine Vorbilder für freiheitliche Menschen.

Was lernen wir daraus
Ein Land, eine Stimme, keine Doppelabstimmungen, sondern eine klare Entscheidung, wo ich hingehöre und wo ich mitbestimmen will. Eine bessere Aufklärung junger Immigranten über unsere freiheitlichen Werte, die besser sind, als die Herrschaft von Populisten und Machthabern wie Putin und Erdogan. Özil tut mit leid, er hätte einen besseren Abgang aus der Nationalmannschaft verdient. Ich habe seine Art Fußball zu spielen immer geschätzt. Ich glaube, er wurde von seinem Management schlecht beraten. Schade.

Ihr F. Christian Trebing,
Verleger

 

Montag, 11. Juni 2018

Liebe Leserinnen und Leser!

Noch nie hat ein amerikanischer Präsident so viele Negativschlagzeilen gemacht wie der twitternde Trump. Ein Präsident, der wie ein machthungriger König regiert und seine fernsehgerechte Unterschrift bei jeder selbst getroffenen Entscheidung der Welt präsentiert. Er hantiert mit großem Filzstift, dass daneben der unterschriebene Text völlig verblasst. Spätestens bei diesen Aktionen muss jedem klar sein, hier schreibt ein Egomane.

Demokratische Entscheidungsprozesse, wie wir sie aus Deutschland kennen, werden in den USA momentan selten gefällt. Dort wird mit absoluter Präsidentengewalt regiert und wer sich von den Ministern nicht darauf einstellt, der fliegt. Das Karussell der Pappkameraden dreht sich beständig. Die besonnenen Ratgeber sind schon fast alle dem Zorn des Trumpismus zum Opfer gefallen.

Im Hintergrund wird gegen den Präsidenten und sein personelles Umfeld ermittelt und angeklagt. Enthüllungsjournalismus hat Hochkonjunktur, aber bisher konnte noch kein schlimmer Skandal den blonden König erschüttern. Er zeiht weiter seine Kreise, um sein Vermögen zu mehren.
Er beleidigt seine Verbündeten und macht Deals mit Despoten. Er bringt ein Chaos auf die weltpolitische Bühne, lässt einfach Verträge platzen, gebärdet sich wie ein Weltpolizist. America first, das ist für ihn ein Druckmittel, um eine globale Machtpolitik auszuüben: Wer sich uns Amerikanern nicht beugt, für den haben wir Strafzölle und Strafzahlungen. Wer nicht nach unserer Pfeife tanzt, hat im Konzert der amerikanischen Wirtschaft nichts verloren.

Nun beginnt sich der Rest der "Verbündeten" zu wehren. Europa beginnt sich zu wehren, und Kanada und Japan schließen sich an. Noch nie gab es einen G7 Gipfel, der so ins Chaos gestürzt wurde, wie jetzt in Quebec. Einen emotionalen Rücktritt vom beschlossenen Schlussdokument per Twitter aus dem Flieger! Trump beschimpft die Deutschen, weil sie gute Waren herstellen, die weltweit beliebt sind, Er beschimpft den kanadischen Präsidenten Trudeau, weil er sich nicht wie einen Schuljungen behandeln lässt.
Vielleicht müssen unsere Politiker auch mal die Frage stellen, warum überlassen wir euch Amerikanern immer noch massenhaft Militärbasen zum Nulltarif? Warum erlauben wir Euch, Atomwaffen in unserem Land zu stationieren?
Müssen wir der amerikanischen Nonsenspolitik folgen, Erpressung statt Diplomatie?

Trump führt sein Land in ein America alone, die USA landen in der Isolation. Trump betreibt das Geschäft der alten Männer: Gewalt, Druck, Forderungen, Drohungen, Einschüchterungen. Die Sprache gibt es nur noch im Superlativ, Natürlich werden es "die härtesten Sanktionen in der Geschichte" sein, die den Iran treffen. Pompeo, ein Außenminister ohne diplomatisches Geschick, verkündet nur noch die Sprüche seines Meisters. Der Iran soll in die Knie gezwungen werden, um ihn zu einem Abkommen nach amerikanischem Gusto zu führen. So war es wohl immer amerikanische Tradition.
Der Iran ist sicher kein harmloses Regime, aber immerhin ein Land, das sich gerade auf den Weg in eine offenere Zukunft macht. Aber mit der üblichen Schwarz-Weiß-Malerei der Populisten gehört es zur Achse des Bösen. Aber was haben China, Russland, Saudi-Arabien und so viele andere Staaten dem Iran voraus? Saudi-Arabien passt sich amerikanischen Ölinteressen an und hat mehr Geld zur Verfügung, um in den USA einzukaufen. Es ist einer der totalitärsten Staaten der Welt, macht nichts, dient unseren Interessen. So wird der eine hofiert, der andere gedemütigt, obwohl sie beide tief in die militärischen Konflikte des Nahen Ostens verstrickt sind.
Der Frieden ist durch das polternde und planlose Vorgehen Trump im Nahen Osten in weite Ferne gerückt. Eine klare Politik in Abstimmung mit den Freunden in Europa ist nicht zu erkennen.
Der wirtschaftliche Profit der USA steht über allem und wird zur Leitschnur für politisches Handeln. Ein diplomatisches Handeln ist dem Dealmaker nicht zuzutrauen. Soll das unser Schicksal sein, dass wir Europäer und auch der Rest der Welt das Lied eines amerikanischen Populisten singen?

Noch wissen wir nicht, ob es ihm gelingt, die alte transatlantische Freundschaft gegen einen Handelskrieg mit schwerwie- genden Folgen für das Wohl der Welt einzutauschen.
Ich meine, die globale Welt kann nur friedlich und mit dem Austausch von Interessen regiert werden. Nach dem Ende des kalten Krieges waren wir auf einem guten Weg, jetzt schickt uns ein Chaot, den niemand stoppt, auf eine Höllenfahrt unter dem Vorwand, das Gute zu wollen. Dieser Mann muss von seinen Landsleuten gestoppt werden, bevor er noch Schlimmeres anrichtet. Wenn es kein Untersuchungsrichter schafft, bleiben nur die Republikaner selbst, bevor sie ihre Glaubwürdigkeit vollends verlieren. Aber aus deren Reihen fordern jetzt schon einige den Nobelpreis für Trump. Der Deal mit dem Nordkoreaner wurde aber wieder kurzfristig neu angesetzt und ist nach Erscheinen dieser Ausgabe schon Geschichte. Eine Sprecherin von FOX-News kündigte es versehentlich als Treffen "zweier Diktatoren" an.......
Eine Frage bleibt mir noch, welche Macht hat die Presse durch Aufklärung und echte News die Schliche des Präsidenten ans Licht zu bringen?

Ihr Christian Trebing
Verleger

Mittwoch, 2. Mai 2018

Liebe Leserinnen und Leser!

Vor 25 Jahren erblickte das Internet das Licht der Welt. Damals nahmen nur wenige Wissenschaftler davon Notiz, heute ist für uns alle von Frankfurt bis Timbuktu eine Leben ohne das "Netz" nicht mehr denkbar. Kinder fragen, was habt ihr den früher ohne das Internet gemacht? - Ja, es gab ein Leben ohne Google und Wikipedia. Wir verbrachten Tage und Wochen in einer Bibliothek, um eine Examensarbeit zu schreiben, weil nur dort die Bücher für uns erreichbar waren, die wir brauchten. Wir fuhren nach Frankfurt zum Einkaufen, weil es dort auf der Zeil das größte Angebot im Rhein-Main-Gebiet gab. Das Leben ohne Internet war beschwerlicher, langsamer, aber auch sicherer. Und es ließ Firmen am Leben, die schon Jahrzehnte ihre Geschäfte mit den Menschen ihrer Stadt oder Region machten.

Verbunden mit der ganzen Welt
Eine Missionarsfrau aus Afrika schrieb mir per Mail, morgen kann ich mich wieder mit meinem Laptop auf Eurer Seite einloggen. Dann scheint die Sonne wieder und wir haben Strom aus unserer Solaranlage. Auf eine unserer Wort-im-Bild-Webseiten kann man mit eigenen Fotos seinen Kalender 2019 gestalten. Es ist auch für Laien problemlos möglich und sei es fernab in Afrika. So gestaltete sie via Internet mit den Fotos ihrer Missionsstation ihren Kalender auf dem Server unseres Providers, der dann die fertige Datei zu uns übertrug. Wir konnten die Kalender drucken und binden und dann in die Schweiz zum Sitz der Mission senden. Von dort werden die Kalender dann zu Spendern und Freunden in ganz Europa geschickt. Möglich heute durch das Internet, das Menschen verbindet und den Austausch von Ideen und Produkten möglich macht. Das Zusammenspiel von Computern, Kabeln, Satelliten und Paketdiensten zu einem perfekten System bringt den Erfolg.

Der Aufstieg einer Idee
Die Verbindung von Menschen durch Wanderungen und Reisen, durch Handel und Eroberung kennen wir seit tausenden von Jahren. Die Ackerbauern aus Anatolien kamen mit einer Geschwindigkeit von 25 Jahren pro Generation nach Mitteleuropa und brachten Getreide und Kühe und die Vorteile sesshaften Lebens mit sich. Heute gehen wir per Glasfaser und Satellit mit einem Klick in Sekunden um die Welt. Das Tempo unseres Lebens hat aber nicht nur am Schreibtisch zugenommen, sondern es bestimmt mittlerweile unseren ganzen Lebensrhythmus und macht uns auch krank.
Geschwindigkeit, kurzfristige Verfügbarkeit von Büchern, Klamotten und Ersatzteilen bestimmen so sehr unser Denken, dass wir unfähig geworden sind, Zeit zu haben und zu genießen. Burnout als Folge von dauernder Ansprechbarkeit ist die Geisel der Moderne. Wir haben den Computer ja nicht nur auf dem Tisch und sind vor ihm sicher, wenn wir ihn ausschalten, wir tragen ihn als Smartphone in der Tasche mit uns herum und werden von jedem Signal dieser Maschine jederzeit in Spannung gehalten. Beobachten Sie einmal, wie viele S- und U-Bahnfahrer auf das Display dieses kleinen Monsters starren und nichts mehr um sich wahrnehmen.

Das Leben hat sich verändert
Schönheit und Horror dieser Entwicklung halten sich die Waage. Wirst du schon gelebt oder lebst du noch selbst? - Das Internet ist nicht nur eine Quelle des Wissens, der Kauflust (die Hälfte des Onlinegeschäfts in Deutschland macht AMAZON!) und Kommunikation von Botschaften und Bildern, sondern auch ein Abgrund der Verrücktheiten. Wer hätte gedacht, dass einmal ein amerikanischer Präsident sein Land mit Twitterbotschaften über das Internet regiert und die halbe Welt in den Wahnsinn treibt? Kurzbotschaften aus dem Oval Office statt demokratischer Willensbildung. Nein, danke, sagen da viele....

Und wer profitiert vom Internet?
Letztlich haben wir alle Vorteile davon, aber am meisten sind es die US-Konzerne, sie haben sich schnell auf ein System der neuen Ausbeutung eingeschossen. Sie waren dem Rest der Welt an Technik und Innovationen voraus und beuten ihn heute einfach aus. Sie zahlen kaum Steuern, weil sich diese digitalen Geschäfte wunderbar in Weltgegenden ansiedeln lassen, wo es für sie ziemlich steuerfrei zugeht. Und die anderen zahlen die Milliarden, die dann auf den Konten von Amazon, Google, Facebook und Co. landen. So werden die einen mit dem Internet immer reicher und die anderen müssen ihren Laden schließen. Die Politik redet schon lange über die Aufhebung dieser Ungerechtigkeit, aber sie kommt nicht zu Potte, weder in Europa noch sonst wo auf der Welt.
Das Internet, weltumspannend wie es ist, kennt keine soziale Gerechtigkeit, wenn unsere Regierungen sie nicht durch Gesetze einfordern.
Über die Macht der Daten aus dem Internet wäre auch noch zu sprechen, die Macht Wahlen zu beeinflussen und Menschen in eine neue Sklaverei zu führen. Doch dazu reicht heute nicht der Platz. Ich muss den Artikel schnell noch abspeichern und in den Verlag mailen, morgen muss er in Druck gehen....

Ihr Christian Trebing,
Verleger

Dienstag, 3. April 2018

Liebe Leserinnen und Leser!

Falsche Frage
Gehört der Islam zu Deutschland oder nicht? Mit dieser Scheindebatte machte der streitlustige CSU-Vorsitzende gleich nach dem Start der Regierung wieder ein altes Fass auf. Das Problem dieser Frage ist das Wort "gehört", es kann in diesem Zusammenhang nicht gebraucht werden. Der Islam ist eine Religion, die durch die Einwanderung vieler Muslime nun auch in Deutschland angekommen ist. Aber er ist kein Teil unserer kulturellen Überlieferung, die durch das Christentum und seine säkulare Variante, den Humanismus geprägt ist. Beide, Religion und Philosophie, haben für unseren Staat und seine Gesell-schaft eine prägende Rolle. Aber auch hier wäre das Wort "gehört" falsch. in unseren westlichen Gesellschaftsformen sind Werte dieser Vergangenheit abgebildet, politische Werte und mitmenschliche Werte. Diese Werte sind in unser Grundgesetz eingegangen. Wir wollen über sie mit niemandem mehr diskutieren, wir wollen, dass sie Bestandteil von Staat und Gesellschaft bleiben. Wir wollen sie schon gar nicht gegen eine islamische Scharia austauschen.

Westliche Werte
Unsere sogenannten westlichen Werte kommen aus einer mehr als zweitausendjährigen Geschichte. Sie sind nicht nur vom Christentum und Judentum geprägt, sondern ebenso von der klassischen Antike. Griechen und Römer haben ebenso dazu beigetragen. Dieser Mix von positiven Werten hat nur in Europa zu den Formen von modernen Demokratien geführt. Auf dem Hintergrund muslimischer Staaten mit ihrem allumfassenden gesellschaftlichen Ansprüchen an die Menschen, konnte diese freiheitliche Form einer Volksherrschaft nicht entstehen.

Individuelle Freiheit
Diese spezielle Form individueller Freiheit entstand in Mitteleuropa durch Luthers Reformation. Da stand ein einzelner Mensch auf und stellte sich mit seiner Überzeugung gegen Kaiser und Reich und gegen Papst und Kirche. In letzten Jahr haben wir dieses Ereignis gefeiert, 500 Jahre Thesenanschlag in Wittenberg. Dies Ereignis brach den Bann gegen die Unterdrückung des Einzelnen durch die Systeme der Machtherrschaft von Kaiser und Kirche. Da bestand einer darauf: Ihr seid auf dem falschen Weg, das Recht auf den eigenen Glauben ist stärker, als staatliche oder kirchliche Hoheit. Die Bindung zu Gott bricht alle anderen Bindungen, diese Bindung (=Religion) darf von niemandem eingeschränkt werden.

Nur Religionsfreiheit garantiert die Freiheit des Individuums
Ohne die Freiheit, meine Religion ausüben zu können, gibt es keine wirkliche Freiheit. Das haben muslimische Staaten nach über 1700 Jahren noch nicht begriffen. Sie beschränken die Religionsfreiheit, sie be-
hindern oder verhindern sie. Christen und andere Religionen werden in muslimischen Ländern verfolgt und ermordet. In eine solche Situation möchten wir nicht kommen, deshalb wohl auch die große Angst vor einer muslimischen Gesellschaft in weiten Bereichen unseres Landes. Wir spüren heute diese Gefahr in Schulen, die mehrheitlich aus muslimischen Kindern bestehen. Dort können wir nicht mehr wegsehen.

Freiheit gilt aber eben auch für andere Religionen
Die Freiheit der Religionsausübung gilt natürlich für alle Religionen. Nach der UN-Charta sollte sie in jedem Land gelten. Aber wir müssen nicht nach dem erzkonservativen Saudi-Arabien gehen, auch die Türkei genehmigt seit Jahrzehnten nicht mehr den Bau christlicher Kirchen, betreibt aber in Deutschland extensiv den Moscheebau.
Muslime leben in Deutschland und haben die gleichen Rechte wie Christen, Juden, Buddhisten oder Atheisten. Sie müssen sich im Dialog verständigen und es wäre schön, wenn auf der ganzen Welt diese freiheitliche Regel befolgt würde.


Ihr Christian Trebing,
Verleger

Mittwoch, 28. Februar 2018

Liebe Leserinnen und Leser!

Es tut sich was...

...Deutschland beendet gegenwärtig die größte Unsicherheitsphase seiner neueren Geschichte. Eine neue Regierung zeichnet sich am Horizont ab. Auch wenn momentan die SPD ihre Selbstfindungsphase noch nicht abgeschlossen hat, die CDU/CSU hat sich als erste berappelt und neu aufgestellt. Kommentatoren waren sich zuletzt nicht einig, gibt es eine Abschiedsdämmerung mit Angela oder zieht die Kanzlerin noch einmal die Überraschungskarte aus dem Hut.

Angela greift noch mal an
Die Kanzlerin hat noch nicht aufgegeben und zeigt, dass sie "verstanden" hat ohne allerdings ihre liberalen Positionen zu verlassen. Sie bindet die jungen Konservativen ein und bildet eine Regierung quer durch die Generationen, das auf den ersten Blick auf Erneuerung setzt. Mit der Berufung der saarländischen Ministerpräsidentin zur Generalsekretärin ist ihr ein überraschender Coup gelungen. Unter all den Nachfolgeroptionen als nächste Kanzlerin scheint das eine Persönlichkeit mit Zukunft zu sein. Angela Merkel versucht die breit aufgestellte Volkspartei zu retten und legt sich nicht auf einen Rückzug auf konservative Positionen fest. Es scheint wieder innerparteiliche Diskussion um die Zukunftsfragen geben zu können. Damit ist sie schon mal einen Schritt weiter als die SPD.

Erneuerung und Perspektive
Die Erneuerung der Volksparteien nach der Herausforderung durch die AfD, darauf wird es in den nächsten Jahren ankommen. Vor den weltweiten Zukunftsfragen, vor den Fragen um die Erneuerung der EU, vor der Auseinandersetzung um den aufkommenden Populismus gibt es kein Ausweichen. Eine handlungsfähige EU mit Deutschland und Frankreich in ihrer Mitte muss zeigen, dass eigenständige Positionen gegenüber Amerika, China und Russland Demokratie und Freiheit stärken.
Die Welt verdient mehr als eine rein an wirtschaftlichen Interessen geleitete Außenpolitik der Supermächte.

Die Parteien müssen zeigen, dass ihre Stimme gebraucht wird
Wie werden sich die bundesdeutschen Parteien neu aufstellen?
Bisher hatte es die Opposition leicht, das Unvermögen der GroKo konnte jeder als billige Folie der Abgrenzung nutzen. Da war es leicht, das Unvermögen der letzten Wahlverlierer heraus zu stellen. Wenn die neue Regierung steht und mit der Arbeit beginnt, wird sich diese Situation radikal ändern. Vier Parteien müssen sich dann in der Opposition profilieren und eigene Standpunkte entwickeln. Standpunkte, die voneinander unterscheidbar sind, Standpunkte, die auch untereinander als klare Alternativen erkennbar sind. Da wird es noch viele Überraschungen geben. Grüne und FDP werden es schwer haben. AfD und LINKE sind auf ihre Weise sowieso gegen jede Regierungspolitik. Ihre Art von Fundamentalopposition wird wohl kaum in Regierungshandeln übersetzt werden können.

Eine spannende Zeit
Zum ersten Mal in der neueren Geschichte wird mit einem Konzert von sechs Parteien ein unübersehbares Stimmengewirr entstehen, das viele Beobachter verwirren wird. Zum ersten Mal ist auch ein Meinungsspektrum von Rechts bis Links vertreten, das Positionen besetzt, die bisher im Bundestag noch nicht vertreten waren. Wir werden sehen, wie sich das auf den Meinungsbildungsprozess auswirkt. Auf jeden Fall werden die Auseinandersetzungen härter, es wird persönlicher, es wird vor allen Dingen aggressiver. Hier wird es auf den Bundestagspräsidenten ankommen. Er muss aufpassen, dass die demokratischen Spielregeln eingehalten werden. Ich glaube, dass wir eine spannende Zeit vor uns haben, schön dass es in Berlin endlich los geht!

Ihr Christian Trebing,
Verleger

Freitag, 2. Februar 2018

Liebe Leserinnen und Leser!

Es zieht sich...

...aber es bestehen gute Aussichten, dass es noch etwas wird mit einer neuen Regierung für uns. Täglich kommen neue Erfolgsmeldungen, ein Koali-
tionsvertrag scheint möglich. Die Bevölkerung ist weiterhin verunsichert, aber froh, dass die ungewollte GroKo nun doch wieder kommen wird. Bei den Wasserstandsmeldungen aus Berlin habe ich das Gefühl, dass man es bei allen Parteien nicht auf ein "Weiter-so" ankommen lassen will, sondern erkannt hat, dass sich wirklich etwas ändern muss. Die erste Entscheidung ist ja jetzt schon durch den Bundestag gegangen und zeigt an, dass Kompromisse möglich sind.

AfD beginnt ihr Anti-Geschäft
Wie nicht anders zu erwarten hat die AfD eine neue Streitkultur in den Bundestag gebracht. Nun haben wir rechts und links zwei Parteien, die Opposition meist als Beschimpfung der Regierungsparteien verstehen und oft mit harten Worten Punkte sammeln wollen. Besonders die FDP wird Schwierigkeiten haben, sich zu profilieren, sie wird ihren Fehler, nicht in die Regierungsverantwortung zu gehen, noch schwer bereuen, fürchte ich.
Einige AfD-Politiker versuchen auch, sich konstruktiv zu verhalten. Man wird beobachten müssen, ob sich die Partei zu einer bürgerlichen Alternative wandelt oder ob die nationale und rechtslastige Komponente die Oberhand bekommt. Grundsätzlich halte ich es für wichtig, dass auch die konservative Bevölkerung ihre Stimme im Parlament hat. Wir können und wollen ja keine Meinung verbieten, die sich im Rahmen des Grundgesetzes bewegt. Dass der Populismus der AfD eine Gefahr ist, muss deutlich gesagt werden. In Österreich haben wir die Populisten à la AfD schon in der Regierung. In Ungarn und Polen treiben sie ihre antieuropäische Politik schon auf die Spitze.

Europa muss mit einer eigenen Stimme reden
Was sich früher keiner der EU-Regierungschefs so richtig traute, wird jetzt Normalität, die EU setzt sich von den Trump-USA ab. Europa muss mit eigener Stimme reden und darf sich von der Hupfdohle aus dem Weißen Haus nicht mehr bevormunden lassen. Schon wieder sind seine Mitarbeiter dabei, uns mit "alternativen" Wahrheiten hinters Licht zu führen. Seine Selbstbeweihräucherung kennt ja gar keine Grenzen, der Mann ist einfach nur peinlich.

Für das kurdische Volk gibt es keine Lobby
Ein ähnlicher Fall, aber näher bei uns, ist Freund Erdogan, der das Ende des Krieges in Syrien jetzt mit neuen Angriffen auf die Kurden hinauszögert. In diesem Fall entpuppt er sich inzwischen zu einem Halbdiktator, der Presse- und Bürgerrechte immer weiter einschränkt. Dieser Hass auf die Kurden, denen einfach keine staatliche Existenzberechtigung zugestanden wird, ist uner- klärlich. Das Volk der Kurden wird überall nur verfolgt und in den politischen Widerstand getrieben. Ich will nicht die Taten der PKK oder anderer Gruppen beschönigen, aber die Weltgemeinschaft sollte sich doch endlich mal dazu durchringen, den Kurden eine staatliche Existenzberechtigung zu geben. Es kann doch nicht sein, dass diese Menschen in jedem Land im Nahen Osten einfach nur unterdrückt werden. Iran, Irak, Syrien und die Türkei, alle versuchen auf ihre Art, die kurdischen Menschen an den Rand zu drängen und ihnen weder Minderheitenrechte, noch eine staatliche Existenz zuzugestehen. Die Folge ist, dass sich die Kurden überall in die Illegalität begeben. Für Kurden und Palästinenser gibt es einfach keine faire Lobby, deshalb bleiben ihre Wohngebiete ein Feld von Mord und Terror.
Das Interesse an einem Frieden in diesen Regionen der Welt ist bei den Mitgliedern des Sicherheitsrates nicht ausgeprägt, sie haben nur die eigenen Interessen im Kopf...

Ihr Christian Trebing,
Verleger

Freitag, 24. November 2017

Liebe Leserinnen und Leser!

Wir haben gewählt, aber keiner will regieren...

Unter den Parteien ist eine neue Ängstlichkeit ausgebrochen, sie wollen nicht mehr mitregieren, wenn sie selbst nicht die Mehrheit haben. Koalitionspartner schaffen es irgendwie nicht, sich in der Regierungszeit so zu profilieren, dass man ihnen die Erfolge der Koalition am Ende zurechnet. Dieses Vorurteil aus vorangegan-genen Regierungen als Grundmuster von Wahlentscheidungen zu konstruieren scheint mir aber dumm. Der Stimmenverlust zur vorangegangenen Wahl hat ganz andere Gründe. In der Hauptsache ist es wohl verlorengegangenes Vertrauen und schlechte Parteiführung.

In der Wahl geht es darum, Parteien zur Regierungsverantwortung zu wählen

Wer sich in einer Wahl bewirbt, der sollte auch den Wählerauftrag zum Regieren einkalkulieren. Es ist der Sinn einer Wahl, Parteien mit einer Bereitschaft zur Regierungs-
verantwortung zu finden. Wer nicht regieren will, der sollte besser nicht antreten. Den kann man auch nicht ernst nehmen, da nur die Regierung die Gestaltungsmöglichkeiten im Staat erwirbt. Regiert wird nach dem Mehrheitsprinzip, schon vergessen FDP und SPD?
Wer aber genug Abgeordnete in den Bundestag senden kann, um eine Koalition mit anderen Parteien zu bilden, der sollte auch bereit sein, die nächs-te Legislaturperiode seinem Volk zu dienen. Parteien sind dazu da, Regierungen zu bilden und nicht sich in eine Schmollecke zurückzuziehen.

Verantwortung übernehmen ist die vornehmste Pflicht von Politikern

Was nutzen die schönsten Wahlprogramme, wenn ich keine Chance habe, sie umzusetzen zu einer verantwortungsvollen Politik? Besser doch, einen Teil meiner Ziele in einer Regierung durch zu setzen, als gar keine! Im demokratischen Rechtsstaat leben wir von Kompromissen. Keiner kann behaupten, die Wahrheit alleine zu besitzen oder nur mit seinen Einschätzungen die Zukunft zu gestalten. Es braucht die gegenseitige Korrektur unter den Parteien, den Diskurs um die beste Lösung für die Gesell-
schaft, heute sogar für eine globalisierte Welt. Parteien sind auch nicht in erster Linie ihren Wählern verantwortlich, sondern den Bürgerinnen und Bürgern insgesamt. Parteien sind keine Interessengruppen.

Wir haben viele Aufgaben in den nächsten Jahren zu bewältigen

Es sollte für jede Partei oberste Pflicht sein, die Probleme der Gegenwart einer Lösung näher zu bringen. Ob in der Bildung, der Flüchtlingsfrage, den Renten oder dem Klimaschutz, überall werden Fachleute mit klaren Perspektiven und Engagement gebraucht. Dabei ist das Alter nicht das Problem, sondern vorne stehen Mut und Ideen. Herr Lindner, Herr Schulz, mit Ihrer Kleinmütigkeit arbeiten Sie der AfD in die Hände. Mit Recht wird man dann sagen, die haben keine Perspektiven für politische Notwendigkeiten. Die getrauen sich nicht zu regieren, weil sie Angst vor Fehlern haben.

Unser Land braucht Politiker, die Gräben überwinden

Natürlich hat jede Partei ihr Programm und hat sich auf Vorstellungen darüber geeinigt, was politisch in den nächsten Jahren wichtig wäre. Aber wenn man zusammen eine Regierung mit anderen Parteien bilden will, muss man kompromissfähig sein. Wer da mit Grenzlinien und schon am ersten Tag argumentiert, kann kein Vertrauen aufbauen. Hier sind leider bei den "Sondierern" viele Fehler gemacht worden. Ich kann nur hoffen, dass es dem Bundespräsidenten gelingt, die betroffenen Parteien bei ihrer staatsbürgerlichen Verantwortung zu packen.

Es grüßt Sie herzlich
Ihr Christian Trebing,
Verleger

Montag, 30. Oktober 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

Der Nationalismus ist für Europa die größte Krankheit der Gegenwart. Alte Wunden brechen auf, neue werden hinzugefügt. Spanien erlebt derzeit mit seiner Provinz Katalonien eine Katastrophe besonderer Art. Den Katalanen reicht die bisher gewährte Selbstständigkeit nicht aus. Eine zwischenzeitlich erkämpfte Lösung wurde vom Gericht wieder gekippt und hat damit das Gefühl der Katalanen bestätigt, nicht ernst genommen zu werden. Es hat auch dazu geführt, dass die konservativen Kräfte durch nationalistische Parteien abgelöst wurden, die nun stärker die Selbstbestimmung voran treiben.

Wirtschaftlich stark, aber ohne Einfluss
Wir haben in anderen Ländern Europas ähnliche Konflikte, die seit Jahren schwelen. Die reichen Landesteile wollen nicht länger für die armen Landesteile zahlen. Der Austausch funktioniert nicht mehr. Diese Bewegung in neue Unabhängigkeitsformen wird stärker, wenn noch sprachliche Barrieren dazu kommen wie in Katalonien oder früher im Kosovo.

Falsche Signale
Schon über Jahrzehnte hat sich die Zentralregierung in Madrid nicht bewegt. Es gab keine Bewegung, sondern nur stures Beharren auf alten Positionen. Um die Selbstbestimmung der Regionen einer akzeptablen Lösung zuzuführen, muss mehr passieren. Wir haben in Deutschland dazu brauchbare Szenarien, mit einem hohen Maß an kultureller Selbstbestimmung. Das ermöglicht einerseits die regionalen Traditionen, die oft über Jahrhunderte gewachsen sind, mit einer gemeinsamen Einheitsidee zu versöhnen.
Wenn wie in Spanien die Identität der Regionen nicht ernst genommen wird, dann kommt es irgendwann zu dramatischen Konflikten.

Rajoy hat versagt
Die Zentralregierung mit Rajoy an der Spitze hat diesen Konflikt in den letzten Jahren nicht entschärft, auch jetzt als er sich zuspitzte war sie nicht zu Gesprächen bereit. Sie schwang nur die Keule der Macht. Dabei traf sie auf selbstbewusste Katalanen, die sich ihrer Sache sicher waren. Nationalismus verstellt immer den Blick. Leider hielt sich die EU heraus, obwohl sie gut hätte vermitteln können. Die Angst vor der Einmischung in innerspanische Fragen, war hier kein guter Ratgeber. Wenn man sieht, dass ein Konflikt gefährlich wird, muss die EU handeln. Denn ähnliche Probleme können in Europa jederzeit aufbrechen.

Nationalismus gefährdet in vielen Ländern die Einheit Europas
Nationalismus bereitete immer wieder Völkern den Weg zur Freiheit. Das war im 19. und 20. Jahrhundert durchaus ein Thema weltweit. Aber heute sind wir in Europa auf einem anderen Weg, wir wollen die Eigenständigkeit der Regionen mit einem Gesamtkonzept neuer Zu-
sammengehörigkeit verbinden. Kleine Länder sind nicht mehr überlebensfähig. Sie müssen aber durch eigene Entscheidung zu einem großen Ganzen zusammen geführt werden.

Populismus und Straßenaufmärsche suggerieren falsche Machtverhältnisse
In Zeiten der Diktatur kann die Macht auf der Straße liegen. In einem geordneten demokratischen Gemeinwesen gehört die Macht ins Parlament. Das spanische Parlament hätte gut daran getan, zu überlegen, welche Macht man den Katalanen abgeben könnte, um ihre Freiheitsliebe für ihre Region mit ihrem Stolz auf Spanien zu verbinden. Das ist über Jahrzehnte aber versäumt worden. Es hilft politisch nicht weiter, wenn jede Volksgruppe hunderttausende auf die Straße bringt, heute die Regierungstreuen, morgen die Speratisten. Mit der nächsten Wahl werden die Menschen entscheiden, wohin sie wollen. Das ist auch gut so.

Am Ende gibt es nur Verlierer
Wenn die nationale Karte gespielt wird, gibt es am Ende nur Verlierer. Vielleicht sollten sich das alle die vor Augen halten, die jetzt in Deutschland auf der nationalen Welle reiten. Auch ein Trump muss das bald erkennen, denn er spielt mit dem Feuer der Leidenschaften, sollte aber eine ausgleichende Politik für die ganze Welt betreiben. All diese neuen Formen des Nationalismus, in welchem Gewand auch immer, führen in der Region und eben auch weltweit nur zur Verunsicherung und ins Chaos. Reduzieren wir das Konfliktpotential durch eine Politik, die am Menschen orientiert ist!

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Christian Trebing,
Verleger

Donnerstag, 28. September 2017

Liebe Leserinnen und Leser!

Die Wählerinnen und Wähler haben ihr Votum für den Bundestag abgegeben. Eigentlich ist fast alles so gekommen, wie in den letzten Umfragen vorausgesagt. Trotzdem ist eine gewisse Irritation bei den Parteien fest zu stellen. Zugegeben die Volksparteien mussten noch mehr Federn lassen, als die Pro-gnosen erwarten ließen. Das hing sicher auch daran, dass nun viele Nicht- und Erstwähler dazu gekommen sind. Die ehemaligen Nichtwähler gaben meist denen ihre Stimme, die mit ihrem Populismus angeblich das Volk sind, den AfD-Kandidaten. Deren Ergebnis war erwartet worden. Nicht erwartet worden war, dass ihre ehemalige Vorkämpferin Petri, ihren selbst erkämpftes Direktmandat nun alleine verwalten will und aus der AfD austritt.

Ein Konglomerat von Protestwählern, Konservativen und Nazis

Die AfD ist mit ihren schillernden Persönlichkeiten der Neuling im Bundestag. Eine Partei, die mit kleinen Frechheiten die anderen Parteien vorführen will. Politische Korrektheit gehört nicht in ihr Programm, sie will provozieren und andere beleidigen. Was da auf uns zukommt, ist noch nicht abzusehen. Dieses Konglomerat aus ehemaligen NPD-Anhängern, Rechtskonservativen und Protestlern ist schwer einzuschätzen. Die Frage wird sein, wer da die Oberhand behält oder ob es weitere Abspaltungen geben wird. Frauke Petri hat schon am ersten Tag den "Gauländern" die Laune verdorben.
Was sich bei den etablierten Parteien vom rechten Rand andeutet, geht aber gar nicht: Wählerbeschimpfung oder die Behauptung, die Wähler seien quasi gestohlen worden und müssten wieder zurückgeholt werden.

In jedem Land ein
rechter Rand

Es ist uns allen doch nicht verborgen geblieben, dass es in jedem Land einen rechten Rand von Nationalisten gibt. In den USA und in Polen regiert er gerade, in Frankreich war er auch schon ziemlich stark und in GB hat er zum Brexit geführt. Die Schattierungen dieser Politiker sind vielfältig, aber alle wollen zurück zum Nationalstaat. Sie bedienen sich dabei der Ängste der zu kurz gekommenen Bürgerinnen und Bürger. Meist leben sie auf dem Land, meist haperts an der Bildung, meist sind sie Freunde einfacher Denkmuster und mögen außer ihrer eigenen keine andere Nation.
In Deutschland leben sie oft in den östlichen Bundesländern. Dort sind sie durch Pegida schon gut organisiert und fühlen sich als die wahren Deutschen.

Konservativ und rechts

Es gilt natürlich Konservative und militant Rechte auseinander zu halten. Genauso wenig wie nicht jeder Moslem ein Islamist ist, sondern nur eine Minderheit, so gibt es unter den Konservativen auch nur wenige Rechtsradikale. In der AfD verschwimmen aber zum ersten Mal diese Unterschiede. Deshalb haben sich viele Protest-
wähler diese laute Partei als Vertreter ihrer Interessen erwählt. Das mögen wir blöd finden, aber es ist natürlich in Ordnung, dass sich auch konservative Menschen in unserem Staat organisieren können. Worauf die Gerichte achten müssen, bleiben sie bei ihren Aktionen im Rahmen des Grundgesetzes. Im Grunde müssen sie an ihren Früchten gemessen werden.

Es wird schwierig

Da sich keine der Parteien mit der AfD verbünden will, wird die Regierungsbildung schwierig. Ob nun Jamaika zielführend ist oder am Ende doch wieder eine große Koalition herauskommt, wird man in den nächsten Wochen sehen. Sicherlich nicht vor der Wahl in Niedersachsen.
Ich fände es gar nicht schlecht, wenn CDU/ CSU, Grüne und Liberale mal ein eigenes Konzept erstellen könnten. Klar war vielen Bürgerinnen und Bürgern, es darf so nicht einfach weitergehen. Zu viel wird auch in Hinterzimmern ausgeklüngelt, es fehlt an Transparenz und öffentlichem Diskurs. Das wäre sicher bei den Jamaikakandidaten anders, sie vereinen viele widerstrebenden Meinungen. Was könnte für eine Demokratie fruchtbarer sein, als der öffentliche Meinungsstreit um die beste Lösung für das Land.

Themen sind wichtig

Im Wahlkampf wurde mir zuviel über die Gefahr der AfD diskutiert, es wäre wichtig gewesen, die Zukunftsthemen auf die Tagesordnung zu stellen. Vor allem die Bildung, die Schaffung von preiswertem Wohnraum, die gesellschaftliche Integration der verschiedenen Einwanderergenerationen der letzten Jahrzehnte etc.
Ich bin mir sicher, dass bei der Union, den Liberalen und Grünen dafür genug Potential vorhanden ist, um gemeinsame Lösungen zu finden. Das geht aber nicht mit Maximalforderungen, sondern nur mit Kompro-
missen zum Wohl der Gesellschaft. Da müssen alle vier Aspiranten mitziehen.
Die Zukunft wird nicht mit Europaverweigerern und Nationalisten gestaltet, sondern nur mit Menschen guten Willens, die nach einem gemeinsamen Weg suchen.
Wir jammern in Deutschland sowieso auf hohem Niveau, aber auch bei uns gibt es eine Gerechtigkeitslücke, die gefüllt werden muss. Ich wünsche allen gewählten Volksvertretern, dass sie sich ihrer Aufgabe würdig erweisen.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Christian Trebing,
Verleger

Freitag, 8. September 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

Die Anschläge in Spanien haben uns erneut gezeigt, dass der muslimische Terror kein Ende hat. Junge Menschen lassen sich von der IS und anderen Terrorgruppen aus islamischen Ländern in einen Kampf gegen die westlichen Werte treiben. Sie werden durch Internetauftritte dieser Gruppen oder durch radikale Imame zu Taten getrieben, die sie selbst vorher nie in Erwägung gezogen hatten. Was ist der Hintergrund solcher Aktionen? Warum sind gerade junge Muslime so anfällig für Verführungen zur Gewalt, die sich blind gegen Unschuldige richtet?

Wie das Judentum und das Christentum hat auch der Islam eine gewalttätige Vergangenheit. Im Judentum stammt sie aus der Zeit, als sich das Volk Israel gegen die Hegemonie des Hellenismus wehrte. Dieser Eifer für Jahwe (der Gottesname im Alten Testament) führte zu blindwütiger Wut gegen andere Kulturen und Religionen. Bis in die Zeit Jesu und darüber hinaus gab es diese Gruppen, die sich Zeloten (Eiferer um das Gesetz Gottes) nannten. Es war eine Art von Freiheitskampf, wie wir ihn auch aus der Gegenwart kennen.
Jesus hat in seinen Erzählungen diesen Kampf abgelehnt. Er setzte der Gewalt die Liebe entgegen, auch die Liebe zum Feind. Das war ein Gegenprogramm gegen alle, die nur das Faustrecht kennen.

Durch die "konstantinische Wende", also durch das mit Kaiser Konstantin beginnende Staatskirchentum, wurde die Gewalt wieder hoffähig. "Christliche Kaiser" unterdrückten andere Religionen und nutzten ihre Gewalt zum Töten sogenannter "Staatsfeinde". Diese jüdisch-christliche Eiferideologie ging auch in den Islam ein. Mohammed nutzte seine Gewalt zum Töten ganzer Stämme auf der arabischen Halbinsel. Entweder du wirst Muslim oder du stirbst. Islam wird heute immer wieder mit Frieden übersetzt, es heißt aber Unterwerfung. Der Eifer für Allah ist so groß, dass er keine Gnade kennt.

Diese Radikalität findet sich sehr deutlich im Koran. Mohammeds Nachfolger auf ihrem Zug durch Afrika, Asien und Europa konnten aber nicht mehr alle umbringen, die ihrer Religion treu bleiben wollten. Man wurde klüger und benutzte eine "erfolgreiche" Methode, die Steuer. Eine Kopfsteuer für alle, die Juden und Christen bleiben wollten. Die war teilweise so hoch, dass die Überzeugungen in der nächsten Generation über Bord geworfen wurden.

So lebten in den muslimischen Ländern die verschiedenen Religionen schiedlich friedlich zusammen. Erst in der Neuzeit kam es im Kampf gegen die Kolonialherren zu Radikalisierungen. Träger dieser Radikalisierungen waren insbesondere Sektierer aus dem heutigen Saudi-Arabien, denen es gelang bis in die Staatsmacht vorzudringen und ihre Ideologie dort zu vertreten. Gewalt gegen Christen und andere Reli­-
gionen wurde zum Handlungsgebot. Der Koran wurde nicht mehr human, sondern nach dem Wortlaut, also radikal ausgelegt. Die Ableger dieser Ideen unter Schiiten und Sunniten wollen wieder die Welt unter allen Umständen und mit allen Mitteln in ein islamisches Reich verwandeln. Dafür werden heute Milliarden von den Scheichs ausgegeben.
Neben den Ideologen gibt es weltweit die ganz "normale" islamische Bevölkerung, die einfach nur gewaltfrei mit anderen Menschen leben will. Insbesondere in Europa hat man die Ideen der westlichen Welt, Freiheit, Unabhängigkeit, Frieden und Wohlstand kennengelernt. Für die Mehrheit der Muslime in unseren Ländern gibt es kein zurück in den gewalttätigen Islam der Kalifen. Das sind die Menschen, die wir durch verbesserte Integration in die freie Gesellschaft stärken müssen.

Wir können aber auch erwarten, dass sich die in der westlichen Demokratie lebenden Muslime stärker für diesen Weg einsetzen. Sie müssen mehr dafür tun, dass die Radikalen nicht das Heft in die Hand bekommen. Sie müssen uns zeigen, dass der Islam fähig ist, in einer offenen Gesellschaft mit Meinungs- und Religionsfreiheit zu existieren. Der Islam muss "kompatibel" zu westlichen Werten werden. Das hat auch der Gründer der heutigen Türkei versucht, Erdogan dreht das Rad wieder zurück!
Demokratie und Gewaltlosigkeit sind in der Gesellschaft unverhandel-
bar. Nur auf dieser Basis funktioniert das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen. Das eigene Recht darf nicht gegen das Recht meines Nachbarn mit Gewalt durchgesetzt werden. Auch nicht im Namen Allahs oder eines anderen Gottes.

Als Christen haben wir erst mühsam in der Neuzeit gelernt, dass der Gott der Bibel uns kein Recht auf Gewalt gegen Andersdenkende gibt. Diesen Schritt müssen auch Muslime in der Gegenwart vollziehen und unter ihren Kindern propagieren. Das müssen unsere Schulen noch stärker den Kindern und Jugendlichen ins Bewusstsein bringen. Es ist eine immerwährende Aufgabe unserer Gesellschaft, für Freiheit und Respekt zu sorgen. Die Einheit unserer europäischen Kultur besteht in der Humanität. Ich glaube, die muslimischen Gemeinden haben hier noch eine wichtige Aufgabe zu lösen, Erziehung zur Toleranz, nicht zur Abgrenzung. Das gilt übrigens auch für alle nationalen Rechthaber der deutschen Kultur!

Es grüßt Sie herzlich

Ihr Christian Trebing,
Verleger

Freitag, 4. August 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

nun ist der "Diesel-Gipfel" in Berlin vorbei, aber nur wenige sind mit seinen Ergebnissen zu-frieden. Viele betonen mit Recht, es kann nur ein erster Schritt sein. Es war in der Tat fürs erste ein Minimalkompromiss zwischen Politik und Autoindustrie. Die Gerichte saßen allerdings nicht mit am Tisch und das könnte am Ende doch noch zu Fahrverboten führen. Die Verbraucher haben nämlich das Gesetz und die Bestimmungen der EU für eine saubere Luft auf ihrer Seite. Liebe Autobosse, freut euch nicht zu früh, mit ein paar Millionen billiger Software-Updates werdet ihr nicht vom Hof kommen!

Politikversagen auf der ganzen Linie
Zu lange war die deutsche Politik untätig und hat es versäumt, etwas Entscheidendes für die Einhaltung der Grenzwerte in den Großstädten zu tun. Jetzt haben die Bürger die Gerichte angerufen und sorgen so für eine neue Bewegung in der Szene. Denn es kann sich keiner mit Zehntausenden von Opfern der Stickoxidverseuchung abfinden. Die Begeisterung für den Diesel, der helfen soll die CO2-Ziele bis 2020 zu erreichen, schlägt nun um in eine Dieselangst. Die gesundheitsgefährdenden Stickoxide kommen zu einem Drittel aus den Auspuffrohren der Dieselautos! Die restlichen zwei Drittel werden von den Kohlekraftwerken in die Luft gepustet. Wenn die Reduktion der Stickoxide das große Thema der nächsten Jahre ist, sollte die Politik hier ansetzen. Also - Braunkohlekraftwerke vom Netz und Windkraft wieder nach vorne!

Betrüger in edlem Zwirn
Zurück zum Dieselauto, die insbesondere von VW angeführte Schummelfraktion hat uns lange vorgegaukelt, dass der Diesel sauber sei. Die Betrügereien der Konzerne verhinderten auch einen wesentlichen Fortschritt in der Reduktion der Stickoxide.

Software als Feigenblatt
Jetzt wurde in Berlin beschlossen, durch eine Softwarelösung eine Senkung der Stickoxide bei den betroffenen Diesel-autos (Euro-5 und 6) zu erreichen. Während beim VW-Konzern diese Aufspielung der neuen Software schon läuft (als Folge des Dieselskandals), werden die anderen deutschen Hersteller noch ein Jahr brauchen, um diese Software für ihre eigenen Autos zu entwickeln. Da kann ich nur fragen: Leute, habt ihr die ganze Zeit geschlafen?
Wenn nun 6 Mill. Diesel-autos deutscher Hersteller bis Ende '18 wenigs-ten 25% weniger Dreck rauspusten, was wird mit den 6 Mill. Diesel-PKW ausländischer Hersteller?
Und was wird erst mit den auch etwa 6 Mill. alten Stinkern, die sich nicht mehr per Software umrüsten lassen?

Umtauschprämie
Was bisher von den deutschen Herstellern als Umtauschprämie angeboten wurde, um das Konzernversprechen einzuhalten, ist lächerlich. Da muss ein bisschen mehr Kohle auf den Tisch, sonst zeigt das Vorhaben keine Wirkung. In diesem Bereich muss erfolgreich gehandelt werden. Diese größten Umweltverschmutzer müssen endlich durch E-Autos abgelöst werden. Dazu brauchen wir ein flächendeckendes Netz an E-Tankstellen und wir brauchen vor allem den politischen Willen, die E-Mobilität auch durchzusehen. Denn noch liegen die Zulassungszahlen unter einem Prozent! 2020 sollten aber nach dem Willen der Kanzlerin bereits eine Million E-Autos in Deutschland laufen.....

E-Offensive bedeutet erneuerbare Energien forcieren
Sinn macht die E-Offensive aber nur auf dem Hintergrund von noch mehr Ökostrom, möglichst dezentral nah am Verbraucher erzeugt. Zum Beispiel durch Solaranlagen auf Hausdächern, die den Strom zur nächtlichen Batterieladung erzeugen. Windräder in die Gemeinden, die mit einer Stromtankstelle ausgestattet sind. E-Autos, die aus Braunkohlekraftwerken bedient werden sind wohl die größte Horrorvision für alle Umweltliebhaber.
Energiewende, aber jetzt mit Tempo
Die Energiewende darf nicht nur in politischen Sonntagsreden vorkommen, sie muss endlich mit Power vollzogen werden. Der Weg weg von fossilen Brennstoffen beginnt im Autobereich erst jetzt, aber es geht nur im Schneckentempo. Es braucht aber mit der nächsten Regierung wirklich mehr Dampf im Kessel, mehr Tempo in der Umsetzung und eben mehr Druck auf die Autokonzerne. Sonst wird es wie bei den Handys, wir verschlafen den Fortschritt und fliegen vom Markt.

Es wird die Konzerne mehr kosten, als sie jetzt zahlen wollen
Ohne Hardwarelösungen bei den Euro-5 und 6-Autos können die Grenzwerte in den Städte mit Sicherheit nicht eingehalten werden. Die Autobosse müssen mehr tun und vor allen Dingen mehr Geld in die Hand nehmen, um die Menschen von den Übeln Stickoxid und CO2 zu befreien.

Es grüßt Sie
Christian F. Trebing

Montag, 17. Juli 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

hinterher wussten alle Bescheid, G20 hätte niemals in Hamburg stattfinden dürfen! Ich glaube mit diesem Pauschalargument kommen wir nicht weiter. Doch der Reihe nach. Als ich im Vorfeld ein Interview mit den Verantwortlichen der "Roten Flora" sah, dachte ich mir, das kann ja heiter werden. Denn die drei Linksalternativen schlossen bei der Demo aus Anlass des G20-Gipfels keine Gewalt als politisches Mittel aus. Die drei sahen noch harmlos aus und verstanden sich als Organisatoren eines Teils der Demos. Als dann die Krieger aus vielen Teilen Europas angereist waren, wurde schnell deutlich, dass hier mehr als Demo angesagt war. Ich erinnerte mich sehr schnell an den G20-Gipfel in Genua, das war der Anfang einer Brutaloshow aus dem linken Lager. Auf jeden Fall war Hamburg nun der Scheidepunkt, so kann es bei politischen Treffen auf höchster Ebene nicht mehr weitergehen. Ich bin der Meinung, solche Veranstaltungen müssen auch in einer Demokratie geordnet ablaufen können. Ein demokratischer Staat darf sich von ein paar hundert Chaoten nicht die Tagesordnung diktieren lassen, aber er muss anders agieren.

Seit 2016 aktiv
Nicht nur die Staats- und Regierungschefs und die Veranstalter haben sich auf das Gipfeltreffen vorbereitet, sondern auch die europäische Front der Linksautonomen. Nach dem Motto "Demonstranten mit Gewaltpräferenz" wurde international geprobt, wie man den deutschen Staat maximal herausfordern und blamieren kann. Dem Revolutionär ist nichts zu schwer, Hauptsache er hat seine schwarze Verkleidung, um im schwarzen Block mitzumarschieren. Zwille mit Stahlkugeln in der Tasche, Molotows schnell selbst gebaut, Pflastersteine finden sich überall - also ran an die Polizei. Die werden wir schon so weit kriegen, dass der Knüppel ausgepackt wird und die ganze Welt sehen kann, Deutschland ist ein Polizeistaat!

Die polizeiliche Vorbereitung des Gipfels wurde intensiv geführt, das Orgabüro im Schanzenviertel wurde von Lokalpolitikern als harmlos eingestuft und 20.000 Polizisten aufgeboten. Schon die große Menge an Ordnungshütern sollte für Eindruck sorgen.
Das war so nicht möglich, denn die bestens organisierten Linksautonomen mischten sich unter die friedlichen Demonstranten und agierten mit "revolutionärer Gewalt" aus der Deckung heraus. Sie fanden schnell auch andere junge Leute, die mal was erleben wollten...
Ob man diese linksautonome Hausbesetzerszene in den Großstädten so weiter gewähren lässt, wird nun endlich von Politikern in Frage gestellt. Die Herren aus der "Roten Flora", die im Fernsehinterview Gewalt nicht ausgeschlossen hatten, werden nun die Geister die man rief, nicht mehr los. Wenn das Gewaltmonopol des Staates nicht respektiert wird, zieht das Chaos ein. Das Gewährenlassen von linksradikalen Hooligans muss ein Ende haben. Genausowenig wie wir im Fußball Chaoten nicht einfach machen lassen, was sie wollen, müssen wir auch polizeilich verhindern, dass ein paar hundert radikale Abenteurer von Linksaußen entscheiden, ob es in unserem Staat noch internationale Konferenzen geben kann. Dazu muss eine andere Vorarbeit geleistet werden: europäische Gefährderkartei und Festnahmen schon bevor die ange-reisten Chaoten den Ort erreichen.
Kreative und friedliche Demonstranten haben den G20 Gipfel herausgefordert, das ist gut so. Aber Chaoten machen die ehrlichen Anliegen madig, das brauchen wir nicht. Es ist schlimm, dass wir uns nach diesem ersten G20-Gipfel in Deutschland mehr mit dem "Bürgerkrieg" auf Hamburgs Straßen beschäftigen müssen, als mit den Ergebnissen der Beratungen.

Wir brauchen diese G20-Gipfel, weil sie die einzige Möglichkeit sind, Staatenlenker und ihre Minister auf einem Forum zusammen zu bringen. Der ganze Prozess hat auch nicht nur eine symbolische Bedeutung, sondern rückt die aktuellen Fragen der Weltpolitik in den Mittelpunkt. Auch wenn die Ergebnisse manchmal dürftig erscheinen, es kommt darauf an, dass alle diese Politiker im Gespräch bleiben und gemeinsam nach Lösungen suchen. Die Probleme sind zu groß, als dass sie unbeachtet liegen bleiben könnten. Das geht nur im direkten Diskurs, das geht nur mit vertrauensbildenden Gesprächen. Es sind ja in diese Beratungen viele Fachleute mit eingebunden, es gibt eine lange Vorbereitungszeit, damit dann auch Kompromisse gefunden werden können. Diplomatie braucht Zeit, kurzfristige Erfolge sind eher selten. Die Möglichkeiten solcher politischen Konsultationen nicht zu nutzen, wäre fahrlässig. Die Diskussion um die Frage, ob sich Hamburg gelohnt hat, ist dumm. So kann diese Frage nicht gestellt werden. Es steht in dieser Zeit zu viel auf dem Spiel.

Es grüßt Sie
Christian F. Trebing

Montag, 12. Juni 2017

Liebe Leserinnen und Leser,

jede weitere Beschäftigung mit Donald Trump, den sein ehemaliger FBI-Chef ungestraft einen Lügner nennen darf, ist mir eigentlich zuwider. Denn dieser unberechenbare Egomane vergiftet ohnehin mit seinen Tweets nur die Welt. Mein einziger Wunsch, ihr Amerikaner holt ihn so schnell wie möglich von der Gehaltsliste des Staates, damit er seine Deals wieder ungestört im Trump-Tower machen kann. Für die USA ist er eine Katastrophe, für die Welt eine Bedrohung. Seine grenzenlose Selbstüberschätzung macht ihn unerträglich für vernünftig denkende Menschen. Das einzige wozu er gut war, habe ich schon gleich nach seiner Wahl prophezeit, Europa wird sich endlich auf seine eigene Stärke verlassen und ein soziales Gegengewicht zu dem nur militärisch agierenden Weltpolizisten USA bilden.

Der erste Europabesuch Trumps war so schlimm, eine Fortsetzung seiner ungehobelten Wahlkampagne, dass sich Angela Merkel als erste aus der Deckung wagte. Die Kritik an DT war noch vornehm formuliert und kam aus einem bayrischen Bierzelt, aber sie saß. Ein kleiner Satz, der dann durch alle Weltmedien die Runde machte, öffnete die Schleußen bei anderen Politikern, die schon lange Wut im Bauch hatten.

Besinnen wir Europäer uns endlich auf unsere eigenen Werte. Diplomatie ist in der globalen Welt erfolgreicher als weitere massive Aufrüs-tung. Die verfahrene Situation im Nahen Osten ist nur durch Militärinterventionen und Kriegsoperationen entstanden. Und Trumps Versuch zur Verbesserung der US-Industrie für viele Milliarden den Saudis neue Waffen zu liefern, verschärft eine ohnehin explosive Struktur am Golf. Lassen wir uns nicht von einem America-First-Akrobaten in eine neue Aufrüstungsspirale treiben. Ihre fehlenden Prozente bei der Natofinanzierung sollten die Europäer lieber in eine weltweite Hungerbekämpfung investieren. Das bringt die Welt weiter! DTs Versuch, das Weltklima zu ignorieren und damit weitere Hungerwanderungen auszulösen, wird sich als "endlich" erweisen. Zu groß ist der Widerstand in den USA selbst. Sein Spruch, er sei von Pittsburgh und nicht von Paris gewählt, entpuppte sich als Fakenews, denn ausgerechnet Pittsburgh hat ihn nicht gewählt und vertritt mit hunderten anderer Städte und Bundestaaten weiterhin das Pariser Klima-Abkommen! Trump, was hast du nur für unfähige Stichwortgeber!

Mal sehen, wie lange der Dealmaker mit all seinen Affären an der Spitze des Staates bleibt. Vielleicht kann er noch korrupte Saudis begeistern, den Rest der Welt sicher nicht. Die Lage wird für ihn immer enger, Untersuchungsausschüsse suchen Licht im Dunkel der Deals...

Das Klimaengagement Deutschlands muss endlich ernsthaft werden. Mit Erklärungen zum Wasserstand ist uns nicht geholfen. Wer Vorbild sein will, um andere Staaten mitzureißen, muss für Erfolg im eigene Land sorgen. Nur wenn die Regierung bei der Infrastruktur für E-Mobilität Fakten schafft, werden sich E-Autos auch durchsetzen. Wenn sie es zulässt, dass mit Braunkohleverstromung weiterhin die Luft verpestet wird und auch die Steinkohle Standard bleibt, dann wird das nix, Frau Merkel, mit dem grünen Planeten. Die Verweigerung DTs, die Schöpfung zu bewahren, sollte bei Europäern und vor allem auch bei Chinesen eine Trotzreaktion auslösen, jetzt erst recht. Wir führen die Weltgemeinschaft weg vom Untergang.

Das Trumptheater überschattet den Brexis-Deal. Theresa May hat sich verschätzt und die eigene Macht überschätzt, wie lange wird sie noch im Amt bleiben? Wird die Mehrheit der Briten doch noch einsichtig und < kämpft für einen Verbleib in der EU?
Noch vermag niemand zu sagen, ob Europa zusammenbleibt. In jedem Fall empfiehlt es sich EU-intern, alle Versuche mit Populismus und nationalen Parolen globale Probleme zu lösen, zu bekämpfen. Die Demokratie ist stark, das haben die letzten Wahlen deutlich gezeigt. Da, wo die Bürger von ihrem Wahlrecht Ge­brauch machen, kommt wieder eine überraschende Rückkehr zu guten Wertvorstellungen durch. Europa, bleib deinen freiheitlichen und sozialen Werten treu!

Nun hat auch Frankreich deutlich gezeigt, dass es sich erneuern will und zusammen mit Deutschland der EU wieder eine neue Perspektive geben kann. Europa muss führend in sozialer Gerechtigkeit und im Ausgleich mit den Ärmsten der Welt werden. Diese Führungsrolle steht uns gut, wir sollten sie annehmen und damit auch allen anderen zeigen: Demokratie und Friedenspolitik sind in Zeiten von religiösem Terror und nationalem Egoismus die bessere Wahl. Keine Angst vor großen Tieren ihr europäischen Politiker! Die Dinosaurier trumpelten sich auch in die falsche Richtung ...

Es grüßt Sie
Christian F. Trebing

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